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Finanzmarkt-Ausblick 2020

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Wie geht es 2020 weiter mit der Weltwirtschaft und was bedeutet der Führungswechsel an der EZB-Spitze für die europäische Geldpolitik? PIMCO-Chefökonom Joachim Fels erläutert im Video den Konjunkturausblick und die Schlussfolgerungen für die Asset-Allokation.

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OFI AM: „Neuer Kalter Krieg wird Märkte langfristig in Schach halten“

Am 28. und 29. Juni treffen sich US-Präsident Trump und der chinesische Präsident Xi anlässlich des G20-Gipfels in Japan und wollen erneut einen Versuch unternehmen, den Handelskonflikt zu lösen. Doch wird das gelingen?

Jean-Marie Mercadal, CIO beim französischen Asset Manager OFI
Jean-Marie Mercadal (Bild), CIO beim französischen Asset Manager OFI, gibt seine Einschätzung zum möglichen Ausgang des Treffens, zu einem neuen Kalten Krieg, einer erwarteten Zinssenkung der Fed und deren Auswirkungen auf den US-Anleihemarkt bekannt.
© Axel Gaube / Institutional Money

"Es ist zwar schwer vorherzusagen, wie sich US-Präsident Trump auf dem G20-Gipfel letztendlich verhalten wird. Unterm Strich gehen wir jedoch davon aus, dass die Verhandlungen um den Zollkonflikt eher positiv verlaufen werden und die Kommunikation zwischen den Präsidenten Trump und Xi einen freundlichen Tonfall haben wird. Denn beide brauchen ein günstiges Ergebnis: Trump hat seine Wahlkampagne begonnen und braucht eine starke Wirtschaft sowie starke Finanzmärkte. Chinas Wirtschaft auf der anderen Seite hat an Momentum verloren. Zudem steht im Oktober dieses Jahres das 70-jährige Jubiläum des kommunistischen Regimes an. Deshalb will auch Xi, dass sich Chinas Wirtschaftskraft im besten Licht der Welt präsentiert", meint Mercadal.

Nur eine Zwischenlösung erwartet
Langfristig gesehen werde der Handelskrieg aus Sicht von OFI AM wohl nicht beigelegt werden: "Die Märkte sollten sich auf eine Neuauflage des Kalten Krieges einstellen. Denn beim Zollstreit geht es im Grunde um die weltweite Vormachtstellung und Einflusssphären, um Wirtschafts- und Finanzkraft, Währungshoheit und technologische Dominanz."

Zinssenkung Ende Juli in den USA erwartet
Vor diesem Hintergrund geht man bei OFI AM davon aus, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen im Juli um 25 Basispunkte senken wird. Dies werde weltweit ein positives Signal senden, da die meisten Länder Schuldenberge aufgetürmt haben. Zinsen auf sehr niedrigem Niveau seien für diese Staaten hilfreich und bewahrten sie davor, zu straffe haushaltspolitische Zügel anzulegen.

Kaum Einfluss auf die Finanzmärkte 
Der Einfluss einer Zinssenkung wird auf die Finanzmärkte aus unserer Sicht jedoch kaum Auswirkungen haben, da dieser Schritt bereits in die Kurse eingepreist ist. Mercadal dazu: "Wir erwarten daher, dass sich zehnjährigen US-Staatsanleihen bei einer Rendite von 2-2,5 Prozent einpendeln werden. Falls die Fed die Zinsen wider Erwarten jedoch nicht senken wird, könnte das für die Märkte schmerzhaft werden, und die Renditen von Staatsanleihen könnten steigen."

Von der EZB keine Veränderung des Zinslevels in den kommenden Monaten erwartet
Wenn sich das Wirtschaftswachstum der Eurozone wieder abgeschwächt, hält man bei OFI AM eine Neuauflage des Anleihekaufprogramms, wie EZB-Chef Mario Draghi kürzlich gesagt hat, für möglich. Letztendlich hängt diese Entscheidung jedoch vom zukünftigen EZB-Chef ab“, sagt Mercadal. (kb)

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