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Ölpreis wegen Iran-Krieg vor 16 Prozent-Wochenplus

Die Notierung der Nordsee-Sorte Brent steht auf Sicht dieser Woche vor einem Plus von mehr als 16 Prozent. Am Freitagmorgen sank der Preis um ein Prozent auf 84,58 Dollar, nachdem er am Donnerstag 4,9 Prozent zugelegt hatte. Das ist der größte Anstieg von Brent seit 2022.

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Eckpunkte:

  • Nervosität wegen der Probleme in der Straße von Hormuz steigt
  • Verhandlungen scheinen in weite Ferne gerückt
  • Goldman Sachs hält bei forgesetztem Trend 100 USD/ Barrel für möglich

US-Präsident Donald Trump hat “unmittelbar bevorstehende Maßnahmen” signalisiert, um den Preisdruck zu mindern — und das Finanzministerium in Washington hat die Beschränkungen für Indiens Käufe russischen Öls gelockert. West Texas Intermediate notierte um 6:30 Uhr MEZ nahe 80 US-Dollar.

Keine Verhandlungen in Sicht
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sagt NBC News, sein Land habe nicht die Absicht zu verhandeln und sei auf eine mögliche Bodeninvasion der USA vorbereitet. Israel startet unterdessen eine weitere breite Angriffswelle gegen den Iran. Saudi-Arabien und Katar melden, Drohnen- und Raketenangriffe abgefangen zu haben.

Goldman Sachs warnt vor einer anhaltenden Schließung der Straße von Hormus
Durch diese fließt üblicherweise etwa ein Fünftel der weltweiten Ölströme, die Sperre könnte die Preise deutlich höher treiben. Im Basisszenario erwartet die Bank derzeit jedoch eine schrittweise Erholung der Lieferungen und einen durchschnittlichen Terminpreis von 76 US-Dollar je Barrel im zweiten Quartal. “Nehmen wir an, es gäbe weitere fünf Wochen mit sehr geringen Ölflüssen durch die Meerenge”, sagt Samantha Dart, Co-Chefin der Goldman-Rohstoffanalyse, im Gespräch mit Bloomberg TV. “Der Brent-Preis könnte dann die Schwelle von 100 US-Dollar je Barrel überschreiten.” (kb)

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