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Bringt ESG wirklich etwas? Kritische Fragen von unerwarteter Seite!

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Drei Manger von NN Investment Partners stellen sich den schwierigen Fragen der nächsten Generation und geben unerwartete und persönliche Antworten zum Thema ESG und verantwortungsbewusster Geldanlage.

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Nur jeder vierte Institutionelle hat Konzept für nachhaltige Anleihen

Eine Umfrage von NN Investment Partners (NN IP) unter professionellen Investoren ergab, dass fast die Hälfte der Befragten ein Konzept zur verantwortungsbewussten Anlage in Aktien besitzt, aber nur ein Viertel ein entsprechendes Konzept für Anleihen aufweist.

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Edith Siermann (Bild), Head of Fixed Income and Responsible Investing bei NN Investment Partners: „Es ist interessant, dass derzeit nur 26 Prozent der befragten Investoren über eine verantwortungsbewusste Investmentstrategie für Anleihen verfügen. Meiner Meinung nach gibt es keinen Grund, warum dieser Prozentsatz niedriger als auf der Aktienseite sein sollte. Alle Ansätze, die auf Aktien angewendet werden, können, abgesehen von der Stimmrechtsausübung, auch auf festverzinsliche Anlagen angewendet werden. Es ist jedoch ermutigend, dass fast die Hälfte der Anleger in unserer Umfrage beabsichtigt, sich in diesem Bereich zu verbessern. Wir glauben, dass die ESG-Integration der beste Weg ist, um attraktive Renditen für unsere Kunden zu erzielen und gleichzeitig einen Beitrag zur Gesellschaft insgesamt zu leisten. Wir planen daher, ESG-Kriterien in alle unsere Anleihestrategien zu integrieren. Dabei konzentriert sich unser Ansatz auf Anlagemöglichkeiten mit einer positiven ESG-Dynamik. Neben ESG-integrierten Produkten bieten wir als weitere Produktlinien auch Sustainable und Impact- Anleihestrategien an. Diese beiden Produktlinien besitzen eine noch stärkere Ausrichtung auf ESG-Faktoren. Unser Green-Bond-Fonds ist beispielsweise eine Impact-Strategie mit Fokus auf Branchen und Unternehmen, die einen deutlich positiven Beitrag zu den Sustainable  Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen leisten.“
© NN IP

Die Umfrage zum Thema verantwortungsbewusstes Investieren zeigt, dass sich verantwortungsbewusste Anleger nach wie vor mehr auf Aktien als auf Anleihen konzentrieren. Lediglich ein Viertel (26 Prozent) der befragten Anleger gibt an, ihr Unternehmen habe ein klar definiertes Konzept in Bezug auf verantwortungsbewusstes Investieren in Anleihen. Für Aktien besitzen immerhin 49 Prozent der Befragten ein entsprechendes Konzept. NN IP integriert ESG-Kriterien in den Großteil seiner Strategien, auch im Anleihebereich. Hinsichtlich der Zukunftspläne der professionellen Anleger zeigt die Umfrage, dass 61 Prozent  der Befragten angeben, ihren Ansatz für verantwortungsbewusstes Investieren in Aktien in den nächsten drei Jahren optimieren zu wollen. Für Anleihen geben dies 49 Prozent an.

Ist grün tatsächlich auch grün?
Die Befragung zeigt darüber hinaus, dass professionelle Anleger Bedenken haben, dass möglicherweise nicht jeder nachhaltige Fonds so grün ist, wie es auf dem Papier scheint. Insgesamt sind 64 Prozent der Anleger der Meinung, dass es schwierig ist, zwischen den angebotenen Produkten zu unterscheiden.

Greenwashing-Bedenken lassen sich zerstreuen
Edith Siermann: „Die Bedenken hinsichtlich Greenwashing sind zu einem gewissen Grad berechtigt. Es ist wichtig, dass Fondsgesellschaften ihren ESG-Integrationsansatz transparent darlegen, damit die Kunden die Unterschiede im Produktangebot verstehen. Daher haben wir bei NN IP die Einbindung von ESG-Kriterien in unsere Anlagestrategien einheitlich und klar definiert. Alle drei Faktoren, also E, S und G, müssen in jede Investmentanalyse einbezogen und dies konsequent und einheitlich dokumentiert werden.“

Was kann man als stimmrechtsloser Anleiheinvestor schon erreichen?
Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist, dass 69 Prozent der befragten Investoren glauben, dass Aktionäre klare und positive Veränderungen in den Unternehmen vorantreiben können. 65 Prozent der Befragten glauben jedoch, dass dies für Inhaber von Anleihen schwieriger ist, weil sie kein Stimmrecht besitzen.

Engagement auch für Bond-Investoren möglich
Edith Siermann dazu: „Neben der Stimmrechtsausübung gibt es für Investoren sehr viele weitere Möglichkeiten, sich zu engagieren. Die Tatsache, dass Anleiheinhaber kein Stimmrecht haben, ist daher kein Grund, die Bedeutung des Engagements bei Anleiheinvestoren zu schmälern. Unabhängig von der Anlageklasse ist Engagement ein wichtiges Instrument, um nachhaltige Veränderungen voranzutreiben und die attraktivsten Anlagemöglichkeiten auch innerhalb festverzinslicher Anlagen zu identifizieren. Ich bin überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass Anleihe- und Aktieninhaber ähnliche Ansätze in ihren verantwortungsbewussten Anlagestrategien einsetzen.“ (kb)

 

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