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Norwegischer Staatsfonds verkauft weltgrößten Rohstoffkonzern

Wegen neuer Klimaschutzrichtlinien hat der weltgrößte Staatsfonds aus Norwegen alle Anteile am Schweizer Rohstoffgiganten Glencore verkauft. Auch weitere prominente Unternehmen flogen aus dem Portfolio.

Yngve Slyngstad
Yngve Slyngstad leitet seit 2007 die Geschicke des norwegischen Staatsfonds.
© Odin Jaeger / Bloomberg

De Norges Bank Investment Management, mit einem Volumen von rund 1,1 Billionen US-Dollar größter Staatsfonds der Welt, hat alle seine Aktien von Glencore verkauft, wie die Schweizer "Handelszeitung" berichtet. Der Fonds hielt 1,2 Prozent der Anteile an der weltweit führenden, im Rohstoffhandel tätigen Unternehmensgruppe und war damit über viele Jahre einer der größten und treuesten Aktionäre. Nach der Meldung aus Oslo sank der Kurs der Glencore-Aktie um rund vier Prozent – innerhalb eines Jahres ist er somit um rund 40 Prozent abgesackt. Der Rohstoffriese wird derzeit mit knapp 19 Milliarden Dollar bewertet.

Aussortiert wurden auch Anteile an Anglo American, RWE, Sasol und AGL Energy, wie das Management mitteilte. Die Konzerne erfüllten nicht mehr die Kriterien im Umgang mit CO2-intensiven Industrien. Der Fonds hatte sich schon Anfang 2016 und damit deutlich früher als andere Kapitalsammelstellen strengere Umwelt-Kriterien in seiner Anlagestrategie auferlegt: Er verzichtet künftig auf sämtliche Engagements bei Firmen, die mindestens 30 Prozent ihrer Einkünfte aus der Verwertung oder Förderung fossiler Brennstoffe beziehen beziehungsweise mehr als 20 Millionen Tonnen Kohle gewinnen. Auch Unternehmen, die selbst große Kohlekraftwerke betreiben, kommen mittlerweile auf die schwarze Liste des Fonds. (mb)

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