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Norwegens Staatsfonds will Staatsanleihen reduzieren

Bei seinen Rentenanlagen plant Norwegens Staatsfonds einen deutlichen Umbau: Staatspapiere sollen nur noch die Hälfte ausmachen. Besonders stark könnten einer "FT"-Analyse zufolge US-Treasuries betroffen sein.

© Timon / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Staatsanleihen sollen in der Rententangente zukünftig einen niedrigeren Anteil haben
  • Deren Quote soll von 70 auf 50 Prozent sinken
  • Zusätzlich soll es Änderungen bei der Benchmark geben

Norwegens Staatsfonds will den Anteil von Staatsanleihen in seinem 2,3 Billionen Dollar (rund zwei Bio. Euro) schweren Portfolio reduzieren. Staatsanleihen sollen künftig nur noch 50 Prozent des Anleiheportfolios ausmachen, wie Norges Bank Investment Management in einem an das Finanzministerium gesandten und auf seiner Website veröffentlichten Schreiben mitteilte. Bislang haben Staatspapiere einen Anteil von 70 Prozent am Anleiheportfolio.

"Komfortabler Spielraum"
"Ein Staatsanleihenanteil von 50 Prozent bietet einen komfortablen Spielraum gegenüber der geschätzten Obergrenze für den Liquiditätsbedarf und verringert das Risiko erheblicher Marktauswirkungen im Falle eines Liquiditätsereignisses", erklärte die Norges Bank in dem Schreiben.

Nach einer Analyse der "Financial Times" könnte die Änderung die Bestände des Staatsfonds an US-Staatsanleihen um rund 80 Milliarden Dollar reduzieren. Die Vorschläge würden die Allokation in globale Staatsanleihen um rund 106 Milliarden Dollar verringern, wobei der Großteil der Reduzierung auf US-Staatsanleihen entfiele, wie die Zeitung schrieb.

Neue Gewichtung vorgeschlagen
Norwegens Staatsfonds schlug zudem vor, den Staatsanleihen-Subindex nach Marktwert statt nach Bruttoinlandsprodukt zu gewichten, "da eine hohe Staatsverschuldung inzwischen ein allgemeines Merkmal entwickelter Volkswirtschaften und nicht mehr ein besonderes Merkmal einiger weniger Länder ist". (mb/Bloomberg)

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