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Norwegen gliedert Management seines Staatsfonds nicht aus

Das norwegische Finanzministerium hat sich dafür entschieden, das Management des 8,1 Billionen Kronen (858 Milliarden Euro) schweren Staatsfonds in der Zentralbank, der Norges Bank, zu belassen. Die Idee einer Ausgliederung, die seit 2017 bestand, ist damit vom Tisch.

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© Fotolia

Die Aussage wurde nach einem Konsultationsprozess getroffen, der der Idee der Ausgliederung der NBIM (Norges Bank Investment Management), die bis dato den  Government Pension Fund Global, wie der Staatsfonds korrekt heißt, managte, eine Absage erteilte. Das Ministerium hat ein Paper an das Parlament mit der Empfehlung geschickt, alles diesbezüglich beim Alten zu lassen. Zusätzlich schlägt man vor, ein Komitee für Geldpolitik und Finanzstabilität in der Norges Bank einzurichten.

Alles bei Alten - und doch auch wieder nicht
Begründet wurde die Entscheidung, an der Struktur nicht zu verändern, damit, dass Norges Bank sowohl im Inland als auch in der Welt hohes Vertrauen genieße und die Performance als Asset Manager gut gewesen sei. Zudem habe die Zentralbank ein tiefgreifendes Verständnis für die Rolle, die der Staatsfonds in der Gestaltung der Wirtschaftspolitik einnehme. 

Beratungsgremium hätte eher die Ausgliederung favorisiert
Die über eine mögliche Ausgliederung beratende Kommission hatte sich mit dem Thema beschäftigt, ob nicht die beiden völlig unterschiedlichen Aufgaben, einerseits Zentralbank-Agenden und andererseits das Investment Management des Staatsfonds wahrzunehmen, steigende Anforderungen an das Board, das leitende Management und die Organsiaton stelle. Eine klare Trennung der beiden so unterschiedlichen Aktivitäten durch einen Spin-Off würde eine Fokussierung auf die jeweiligen Inhalte bedeuten, meinte die Kommission.

Primat der Politik: Neues Gremium in der Notenbank
Der norwegische Finanzminister anerkannte, dass die Beibehaltung des internalisierten Asset  Management des Staatsfonds in der Zentralbank ein komplexen Verantwortungsfeld bedeute. Es gelte sicherzustellen, dass die Governance-Struktur an diese Verantwortlichkeiten angepasst werde. So solle die Verantwortung etwa für die Festsetzung des Leitzinses und antizyklische Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalpuffer bei Banken einem separaten Komitee übertragen werden, sodass das Board der Zentralbank sich stärker anderen Agenden wie dem Management des Staatsfonds widmen könne. 

Norges Bank kann damit leben
Der Gouverneur der Norges Bank, Øystein Olsen, meinte zum Paper des Finanzministeriums, er sei offen für die Idee, ein Experten-Komitee für Geldpolitik und Finanzmarktstabilität einzurichten und das Staatsfonds-Management in der Zentralbank zu belassen. Zudem sei man gut genug für beides ausgestattet.

Zu gesetzlichen Änderungen aufgrund einer Regierungsvorlage soll es im Frühjahr 2019 kommen, so der Finanzminister. (kb)

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