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NORD/LB nach Kapitalerhöhung: Niedersachsen bleibt Mehrheitseigner

​Die bisherigen und neuen Träger haben den letzten für die Neuausrichtung der NORD/LB erforderlichen Schritt vollzogen und die Maßnahmen zur Kapitalstärkung der Bank wie vorgesehen umgesetzt. Der Abbau des alles andere als rentablen Schiffskredite-Portfolios hatte am Kapital gezehrt.

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Thomas Bürkle, CEO der NORD/LB
© NORD/LB

Dabei hat die Bank heute eine Barkapitalzufuhr in Höhe von insgesamt 2,8 Milliarden Euro erhalten, die dem Stammkapital zugeführt wurde. Bereits am 21. Dezember ist der am 6. Dezember von den Bundesländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern unterzeichnete neue Staatsvertrag zur NORD/LB in Kraft getreten.

Gesamtkapitaleffekt rund 3,6 Milliarden Euro
Das Land Niedersachsen beteiligte sich mit 1,5 Milliarden Euro an der Barkapitalzufuhr, das Land Sachsen-Anhalt mit 198 Millionen Euro und die Sparkassen-Finanzgruppe mit 1,1 Milliarden Euro. Zusätzlich führt das Land Niedersachsen kapitalentlastende Maßnahmen in Höhe von 800 Millionen Euro durch, die im Wesentlichen aus der Übernahme von Garantien für zwei Kreditportfolien der Bank bestehen. Insgesamt ergibt sich damit ein positiver Gesamtkapitaleffekt von rund 3,6 Milliarden Euro. 

Nachhaltige Profitabilität angestrebt
„Unsere Eigentümer haben große Kraftanstrengungen vollzogen, um die Neuausrichtung der NORD/LB zu ermöglichen“, sagte Thomas Bürkle, Vorstandsvorsitzender der NORD/LB. „Wir werden den bereits eingeschlagenen Transformationskurs jetzt konsequent fortsetzen, um die in uns gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Die neue NORD/LB wird an alte Stärken anknüpfen, aber deutlich effizienter und krisenresistenter sein. Auf dem Weg zu einer nachhaltig profitablen Bank werden wir noch große Herausforderungen zu bewältigen haben.“

EU--Kommission gab grünes Licht: keine verbotene Beihilfe
Über die Kapitalmaßnahmen hatten sich die Bank, die bisherigen Träger sowie die Sparkassen-Finanzgruppe im Grundsatz bereits im Frühjahr verständigt. Anfang Dezember hatte die EU-Kommission die vorgesehenen Maßnahmen nach eingehender Prüfung für beihilfefrei erklärt und damit den Weg für eine Umsetzung freigemacht. In der vergangenen Woche hatten die Landtage in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt die letzten erforderlichen Beschlüsse für die Umsetzung der Kapitalmaßnahmen getroffen. Alle Schritte erfolgten in engem Austausch mit den maßgeblichen Aufsichtsbehörden. 

Durch die Kapitalmaßnahmen ergeben sich auch Veränderungen in der Trägerstruktur der NORD/LB. Mit einem Anteil von 52,98 Prozent am Stammkapital der Bank bleibt das Land Niedersachsen größter Eigentümer. Das Land Sachsen-Anhalt ist zukünftig mit 6,98 Prozent an der NORD/LB beteiligt. Auf das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe entfällt ein Anteil von insgesamt 26,70 Prozent, der sich hälftig auf zwei Treuhandgesellschaften verteilt. Der neue Anteil des Sparkassenverbands Niedersachsen (SVN) beträgt 9,97 Prozent, die Sparkassenbeteiligungsverbände in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind zukünftig mit 1,99 beziehungsweise 1,38 Prozent an der Bank beteiligt.

Kapitalquote steigt auf mindestens 14 Prozent
Mit der heute erfolgten Umsetzung der Kapitalmaßnahmen wird die Kapitalquote der Bank (CET 1) auf mindestens14 Prozent steigen und damit wieder deutlich oberhalb der regulatorischen Anforderungen liegen. Die Kapitalquote war zum Jahresende 2018 in Folge des konsequenten Abbaus des Schiffsportfolios und der in diesem Zusammenhang gebildeten Risikovorsorge deutlich zurückgegangen. (kb)

 

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