Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Märkte

| Märkte
twitterlinkedInXING

NordLB macht Verluste, während andere Landesbanken stark zulegen

Die mit einer Milliardensumme gerettete NordLB ist im ersten Halbjahr in die roten Zahlen gerutscht, während andere große Landesbanken in Deutschland deutliche Gewinnsprünge verzeichnen konnten.

brkle_thomas_nordlb.jpg
NordLB-Chef Thomas Bürkle
© NORD/LB

Der Verlust vor Steuern belief sich auf 59 Millionen Euro, verglichen mit einem Gewinn von fünf Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen kürzlich bekanntgab. Dahinter standen ein Rückgang des Zinsergebnisses durch die Verkleinerung der Bank und ein Restrukturierungsaufwand von 35 Millionen Euro in den ersten beiden Quartalen.

Transformation kostet - noch
“Natürlich belastet die Transformation im Moment noch unser Ergebnis”, sagte NordLB-Chef Thomas Bürkle. “Wichtiger ist aber, dass wir beim Umbau unseres Geschäftsmodells zügig vorankommen.” Für das kommende Jahr stellte er eine “deutliche Ergebnisverbesserung” in Aussicht.

Andere Landesbanken vorneweg
Diese hatte sich bei anderen Landesbanken nach dem Abklingen der Coronakrise schon im ersten Halbjahr 2021 eingestellt. Bei der BayernLB verdreifachte sich der Vorsteuergewinn auf 485 Millionen Euro. Die Helaba erzielte nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum einen Gewinn von 293 Millionen Euro. Und die LBBW schaffte 428 Millionen Euro Gewinn, nach zuvor rund 100 Millionen Euro.

Schiffskredite abgebaut
Im ersten Halbjahr war die NordLB zumindest beim Abbau alter Schiffskredite schneller vorangekommen als gedacht, wie Bloomberg berichtet. Ende Juni konnte die NordLB daher einen Garantievertrag mit Niedersachsen kündigen, der bei Problemen mit dem Portfolio eingesprungen wäre. Das dürfte künftig bei der Entlastung des Provisonsergebnisses helfen, da Gebühren für die Garantien wegfallen.

Wegen fauler Schiffskredite war die NordLB einst in die Schieflage geraten
Sie musste 2019 mit einem 3,6 Milliarden Euro schweren Rettungspaket gestützt werden. Einen Teil des maritimen Portfolios baute die Landesbank in Eigenregie ab. Ein weiteres Paket solcher notleidender Kredite verkaufte sie damals an Cerberus Capital Management.

Verordnete Schrumpfung
Um grünes Licht für die Kapitalzufuhr von der Europäischen Kommission zu erhalten, versprach die NordLB, kleiner und regionaler zu werden. Derzeit werden hunderte Jobs abgebaut und Geschäftsbereiche zurückgefahren. Zu den Zielen für das Jahr 2024 zählen eine Eigenkapitalrendite von 7,5 Prozent und eine Kosten-Ertragsquote von 50 Prozent.

Flugzeugfinanzierungen sollen bleiben
Diese sollen aber auch künftig eine hohe Bedeutung für die NordLB haben, stellte die Bank am Donnerstag klar. Wegen der Pandemie und des Einbruchs des Reiseverkehrs hatte es Sorgen gegeben, hier könnte es zu neuen Schieflagen kommen. Die NordLB sieht hier nach eigenen Angaben “mittlerweile gewisse Erholungstendenzen”. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren