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Nordea AM: Drei unerwartete Folgen der Inflation

Die Inflation steigt und mit ihr die Unsicherheit unter den Anlegern. Mit welchen Folgen diese rechnen müssen, erklärt Sébastien Galy von Nordea Asset Management.

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© photoschmidt / stock.adobe.com

Alle sprechen über Inflation. Doch nur die wenigsten wissen, was eine steigende Inflationsrate überhaupt bedeutet, meint Sébastien Galy, Makrostratege bei Nordea Asset Management. Er identifiziert insgesamt drei mögliche Folgen, die Investoren auf dem Schirm haben sollten.

Erstens: politische Instabilität. Inflation frisst sich durch das finanzielle Polster der privaten Haushalte. Für sie wird es schwieriger, Ausgaben des täglichen Bedarfs zu stemmen. "Da das Lohnwachstum oft kaum mit der Inflation Schritt hält, wächst langsam, aber sicher die Verärgerung", sag Galy. Seine Schlussfolgerung: Eine zunehmende Verärgerung der Bürger wirkt sich auf die politische Landschaft aus.

Galys zweiter Punkt: Die Inflation nagt an den Gewinnen der Unternehmen. "Sobald die Ersparnisse schwinden, dürften die Verbraucher zunehmend preisempfindlich reagieren, insbesondere wenn ihre Löhne nicht mithalten können." Das dürfte seiner Einschätzung nach vor allem in den Industrieländern der Fall sein. Umgekehrt dürften die Unternehmen immer weniger bereit sein, aufgrund der schwindenden Nachfrage höhere Löhne zu bezahlen. Dies könnte letztendlich in einer Lohn-Inflationsspirale münden.  

Nicht übermütig werden
Drittens, meint Galy, könnte die Inflation zu Übermut bei den Unternehmen führen. Sie könnten angesichts der immer noch starken Nachfrage die Preise weiter nach oben schrauben, zugleich aber billiges Geld nicht in reale Investitionen umsetzen. "Selbstüberschätzung ist ein Problem, bei dem die Unternehmensführer nicht alle verfügbaren Ressourcen nutzen, um zu einer rationalen Entscheidung zu gelangen", sagt Galy.

Der Makroexperte prognostiziert eine strukturell schwächere Nachfrageseite in den kommenden Jahren, die er unter anderem in der prekären Situation vieler arbeitender Menschen begründet sieht. Das wiederum sei eine Folge der zu langsam wachsenden Produktivität. (fp)

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