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Low-Touch-Komprimierung

Der anhaltende Druck durch Verschuldungsquoten, Bestimmungen für G-SIBs und begrenzte betriebliche Ressourcen zwingt Banken dazu, nach zunehmend ausgeklügelten Komprimierungslösungen zu suchen.

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Nordea AM: Peripherie ist ein Investment wert

Nordea Asset Management gibt für das bald beginnende Anlagejahr einen "konstruktiven" Ausblick auf die europäische Peripherie. Das liegt an den niedrigen Zinsen und beruht auf der Hoffnung auf eine weiterhin ausreichende Kreditversorgung.

Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management
Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management
© Nordea Asset Management

Investoren sollten laut Einschätzung von Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management, ihr Exposure in der europäischen Peripherie erhöhen. Denn er geht davon aus, dass der Mix aus europäischem Wachstum und Inflation in der zweiten Jahreshälfte 2020 sehr verhalten bleiben und sich verbessern wird, angeführt von einer Erholung in Deutschland, Spanien, Italien und Griechenland.

Deutschland sollte von einem Finanzpaket von voraussichtlich rund ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) profitieren, das sich erneut auf die Transformation in eine „Green Economy“ konzentriert, ein Prozess, der in den nordischen Ländern bereits fortgeschritten sei.

Die Peripherie Europas sollte stark von der anhaltenden Abflachung der Zinskurven ihrer Staatsanleihen profitieren. Monat für Monat kurbele die billigere Kreditvergabe der Banken die Wirtschaft an, was für die Banken zu einem geringeren Kreditrisiko führt, so dass sie mehr Kredite vergeben können. "Dies geschah in Spanien, das seit 2015 durchschnittlich über zwei Prozent Wachstum verzeichnet. Darüber hinaus dürfte die allmähliche Erholung in China das Wachstum von Exportnationen unterstützen", erklärt Galy.

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Dies bietet sowohl thematische als auch taktische Möglichkeiten innerhalb europäischer Aktien, insbesondere solcher mit defensiver Ausrichtung und Infrastrukturaktien. Auf der Seite der festverzinslichen Wertpapiere dürften eine etwaige Verbesserung des Wachstums und eine weniger expansive Europäische Zentralbank einige Schocks bei den italienischen und griechischen Anleihen auslösen. Diese dürften laut Galy aber vorübergehend sein, da die längerfristigen Gewinnaussichten weiterhin verhalten bleiben und die Anleihen in einer Korrektur gefragt sein werden. "Im Allgemeinen sind wir bei Kreditrisiken in Italien und Griechenland weiterhin sehr konstruktiv eingestellt", erklärt Galy.

Chinas und Indiens Wirtschaft sollte wieder an Fahrt gewinnen
Bis zur zweiten Jahreshälfte 2020 werde sich laut Galy die chinesische Wirtschaft wieder erholt haben. Die Erholung dürfte aber moderat ausfallen, da sie durch schwache Bankbilanzen und hohe Verschuldung gehemmt wird (die Gesamtverschuldung beträgt 280% des BIP Ende 2018).

Ebenso dürfte sich die indische Wirtschaft bis dahin erholen, allerdings moderat aufgrund einer Kombination aus Bankbilanzthemen und der schnellen Transformation der Wirtschaft. Damit befinden sich Aktien aus Schwellenländern in einer ansatzweise attraktiven Position – aber nicht überall. "Engagements in deutschen oder schwedischen Aktien sind sicherlich eine gute Idee", meint der Nordea-AM-Experte.

Fazit: Safety First
"Wir bevorzugen nach wie vor gut diversifizierte und widerstandsfähige Portfolios mit bedeutenden defensiven Anlagen wie Infrastrukturaktien und Pfandbriefe, insbesondere aus Italien und Griechenland", erklärt Galy. EM Fixed Income sollte von der Fed-Entspannung profitieren (wenn auch nicht überall), während EM- und europäische Aktien ein guter Ort sein sollten, um sich für eine eventuelle Erholung in China und dann in den USA zu positionieren. (aa)

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