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Nomura AM: Inflationsindexierte Anleihen - the Place to be...

Der Head of Client Portfoliomanagement bei Nomura Asset Management erläutert die jüngste Outperformance von Inflation Linked Bonds und erklärt, ob es bei inflationsindexierten Anleihen noch Potenzial gibt.

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© photoschmidt / stock.adobe.com

Inflationsindexierte Anleihen (ILB – Inflation Linked Bonds) haben sich seit Jahresanfang deutlich besser entwickelt als ihre nominalen Pendants. Der Welt-Index von Bloomberg Barclays erzielte (Stand 31.05.2021) einen Wertzuwachs von +0,8 Prozent (in EUR, siehe unten roter Graph), während die Staatsanleihen von Deutschland und den USA 3,2 bzw. 3,5 Prozent verlieren. Selbst die von Spreadeinengungen profitierenden Unternehmensanleihen bleiben dahinter zurück. Damit konnten Anleger mit einer Investition in den globalen ILB-Markt sowohl gegenüber den globalen nominal gehandelten Rentenmärkten als auch gegenüber den nominalen Anleihen einzelner Staaten einen deutlichen Mehrertrag erzielen (Im Einzelnen: Renten-Welt +3,2%; USA +4%; Deutschland +4,3%)

Inflation Linked Bonds mit Outperformance

Klarer Gewinner
Noch deutlicher ist der Abstand in der Betrachtung über einen Zeitraum von drei Jahren. Weltweit erzielen Linker zwischen (31.05.2018 und 31.05.2021) +14,2 Prozent (in EUR), während die globalen Rentenmärkte inkl. IG Unternehmensanleihen nur um 8,5 Prozent zulegten – trotz der Stützung der Unternehmensanleihen durch die Notenbanken. Deutsche Staatsanleihen brachten eine Rendite von nur 3,6 Prozent und US-Staatsanleihen 8,7 Prozent (siehe nachfolgendes Balkendiagramm).

Gründe für die Outperformance:
„Man hätte schon die Risiken von High Yield-Anleihen eingehen müssen, um an den Rentenmärkten über den letzten Dreijahreszeitraum mehr Ertrag als mit Inflation Linkern zu machen", erklärt Dr. Sönke Siemßen, Head of Client Portfoliomanagement bei Nomura Asset Management.

Als Grund für diese Entwicklung nennt er die deutlich gestiegenen Inflationserwartungen der Marktteilnehmer. Während die Nominalrenditen deutlich angestiegen sind, seien die realen Renditen sogar seit Jahresanfang in den USA und auch der Eurozone gefallen, so dass die Break-even-Rate – also der Punkt, an dem der Kauf einer inflationsindexierten Anleihe gegenüber dem Kauf einer herkömmlichen zehnjährigen US-Anleihe mindestens dieselbe Realverzinsung für den Anleger einbringt – auf knapp 2,5 Prozent Prozent gestiegen sei. Das ist der höchste Wert seit März 2013. Der Anstieg der Inflationserwartungen könnte sich nach seiner Einschätzung in den nächsten Monaten fortsetzen.

Die Break-even-Raten reagieren Siemßen zufolge sehr sensibel auf jede Abweichung der gemessenen Inflationsrate von den Markterwartungen. "Gerade in der Eurozone sehen wir deutliche Nachhol- und Basiseffekte, weshalb wir bis zum Jahresende einen weiteren Anstieg der Inflationsrate in der Eurozone gegenüber dem derzeitigen Stand von 2,0 Prozent erwarten. In der zehnjährigen Break-Even-Rate sind jedoch per Ende Mai nur 1,4 Prozent Prozent eingepreist", erklärt Siemßen.

Der von Nomura AM gemanagte Real Return Fonds (ISIN: DE0008484361), der in inflationsindexierte Anleihen anlegt, setzt dabei aktuell insbesondere auf kürzere bis mittlere Laufzeiten, die sowohl von steigenden Inflationsraten ggü. den aktuellen Erwartungen von 1,3 Prozent für fünfjährige Bundesobligationen profitieren würden, aber auch von stabilen Inflationsraten, da dann die eingepreisten EZB-Leitzinsanhebungen ausbleiben würden. "ILB sind somit ein gutes Instrument, den realen Wert des Vermögens abzusichern. Hinzu kommen mögliche Kursgewinne durch überraschende Preisentwicklungen", erklärt Siemßen abschließend. (aa)

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