Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

NN IP über die fundamentale Bewertung der Aktienmärkte

Die globalen Aktienbewertungen sind laut NN Investment Partners (NN IP) angemessen, und die Risikoprämie bewegt sich seit der globalen Finanzkrise nahe ihres Durchschnitts. Vor diesem Hintergrund erwartet NN IP für das laufende Jahr zweistellige Renditen am Aktienmarkt.

Patrick Moonen, Principal Strategist, NN Investment Partners
Patrick Moonen, NN Investment Partners
© NN Investment Partners

Eine V-förmige Erholung erscheint realistisch und die relative Bewertungen sind angemessen. Zu dieser Einschätzung kommt Patrick Moonen, Principal Strategist, Multi Asset, NN Investment Partners (NN IP).

Eine Analyse seines Hauses zeigt, dass die globale Aktienrisikoprämie derzeit vier Prozent beträgt, während auf regionaler Ebene die Risikoprämien in Europa (5,8 %) und Japan (4,8 %) über denen der USA (3,3 %) liegen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis auf Sicht von zwölf Monaten ist zwar so hoch wie seit 20 Jahren nicht mehr, aber immer noch weit von den Rekordwerten entfernt, die während der Tech-Blase im Jahr 1999 erreicht wurden – vor allem, wenn man die derzeit niedrigen Zinsen und die hohe Liquidität mit berücksichtigt. Moonen sagt: „Die Marktbewertungen sind nicht niedrig, aber angemessen. Der Marktkonsens geht davon aus, dass sich die globalen Gewinne V-förmig erholen und das Niveau von 2019 Ende 2021 oder sogar schon davor übertreffen werden."

Aktien übergewichtet
Angesichts der Entwicklungen bei den Impfstoffen und der anhaltenden staatlichen Hilfen scheint diese V-förmige Erholung nun realistisch zu sein. In seiner Asset Allocation bleibt er bei einer moderaten Übergewichtung in globalen Aktien. "Bei den Aktien bevorzugen wir die Sektoren und Themen, die am stärksten von der erwarteten wirtschaftlichen Erholung profitieren werden. In diesem Zusammenhang haben wir auch die US-Small Caps übergewichtet und die US-Large Caps untergewichtet. Wir erwarten, ein abnehmendes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im Jahr 2021, da das erwartete Gewinnwachstum deutlich über 25 Prozent liegt."

Diese Rückkehr zum Mittelwert (Mean-Reversion) des KGV sei typisch für die Anfangsphase einer Erholung. Einen wesentlichen Unterschied macht dieses Mal die Geldpolitik aus. Diese werde in den kommenden Quartalen extrem akkommodierend bleiben und damit den Abwärtsdruck auf die Bewertungsmultiplikatoren begrenzen. "Unter diesen Voraussetzungen könnte das Jahr 2021 zweistellige Aktienmarktrenditen bringen", prognostiziert Moonen abschließend. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren