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Ninety One: Ist EMD nun kaufenswert?

Bei Schwellenländeranleihen sollten Anleger nicht marktbreit Exposure eingehen, sondern auf eine vernünftige Wahl von Ländern, Emittenten und Einzeltitel achten. Denn eine weise Selektion ist und bleibt auch im aktuellen Marktumfeld entscheidend, betont der Rentenchef von Ninety One.

Peter Eerdmans, Head of Fixed Income bei Ninety One
Peter Eerdmans, Head of Fixed Income bei Ninety One
© Ninety One

Inflationsdruck, anhaltende Lockdowns in China und die Ungewissheit aufgrund des Krieges in der Ukraine belasteten die Stimmung der Investoren an den Finanzmärkten. Als besondere Herausforderung erwies sich dieses Umfeld für die Anleihenmärkte der Schwellenländer, deren Ausblick gleichwohl unverändert gut ist, berichtet Peter Eerdmans, Head of Fixed Income bei Ninety One, in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Beitrag.

Vieles ist bereits eingepreist
Dem Inflationsrisiko gilt weiter das Hauptaugenmerk der Zentralbanken: Die US-Notenbank hat daher die Zinswende vollzogen und mit Zinserhöhungen begonnen. Nach den zuletzt heftigen Marktkorrekturen ist dies aus Eerdmans' Sicht aber bereits in den Bewertungen von Schwellenländeranleihen eingepreist. Die hohe Inflation hält jedoch an und stellt ein zentrales Risiko für Investoren dar.

Anhand der Analysen unterschiedlicher Prognosen rechnet Nintey One bis zum Jahresende mit einer gewissen Entspannung beim Preisauftrieb. Die vielfältigen wirtschaftlichen Auswirkungen erfordern jedoch ein vorsichtiges Handeln, zumal sich mit dem Krieg in der Ukraine der Zeitpunkt, an dem die Inflation ihren Höhepunkt erreichen dürfte, weiter nach hinten verschiebt. Durch die nach oben geschnellten Rohstoffpreise wächst die Kluft zwischen Rohstoffexporteuren und -importeuren. Das kommt einigen Schwellenländern sehr zugute.

Insgesamt sind die Fundamentaldaten der Schwellenländer unverändert solide. Zudem bleiben die bereits vor Kriegsausbruch attraktiven Bewertungen eine wichtige Stütze für die Anlageklasse. Unsicherheiten dürften auch in nächster Zeit die Märkte beeinflussen. Auf mittlere Sicht bleibt Eerdmans jedoch für Schwellenländeranleihen optimistisch gestimmt. Allerdings waren die Unterschiede in einem ohnehin sehr vielschichtigen Anlageuniversum noch nie so groß.

Licht und Schatten
Auf ihren Frühjahrstagungen erörterten der Internationale Währungsfonds und die Weltbankgruppe die Aussichten für Afrika. Der IWF äußerte sich erneut sehr zufrieden mit Blick auf einzelne Länder wie Senegal und der Elfenbeinküste. Deren Volkswirtschaften profitieren nach wie vor von starken externen Puffern und solidem Wachstum, getragen von ehrgeizigen Reformprogrammen.

Deutlich ungünstiger fiel die Einschätzung bezüglich Nigeria aus. Wegen anhaltender Leckagen und weiterhin sehr hoher Kraftstoffsubventionen kann das Land nicht von den höheren Ölpreisen profitieren. Dies macht Eerdmans zufolge einmal mehr deutlich, wie wichtig eine sorgfältige Titelauswahl ist.

Lokalwährungsanleihen wieder kaufenswert?
Aus Top-Down-Sicht hat Ninety One ihre moderate Risikoübergewichtung reduziert und ist nun bei den Schwellenländeranleihen-Strategien zu einer neutralen Positionierung übergegangen. Eerdmans bevorzugt nach wie vor Schwellenländerwährungen wegen ihrer starken Fundamentaldaten, ihrem hohen Carry und ihren günstigen realen Handelsbedingungen. Zudem erwartet Eerdmans, dass sich die Aufwärtsdynamik beim US-Dollar abschwächt, denn die US-Notenbank hat begonnen, die Zinsen anzuheben. In früheren Zinserhöhungszyklen kam der starke Trend beim Greenback zum Erliegen, sobald die Fed die Zinszügel anzog.

Ninety Ones Übergewichtung von Hartwährungsanleihen wurde inzwischen auf neutral zurückgefahren. Neben dem verlangsamten Wachstum der Weltwirtschaft hat das auch mit den weniger attraktiven Bewertungen, insbesondere von Investment-Grade-Anleihen, zu tun. An den Märkten für Lokalwährungsanleihen bleibt Ninety One leicht untergewichtet, denn in ihrem gesamten Anlageuniversum haben Investoren es mit hoher Inflation zu tun. (aa)

 

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