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Nikko AM: China gegenüber Europa übergewichten

Verbesserte Konjunkturaussichten, aber hohe Inflation – welche Wachstumswerte sind in diesem Umfeld die richtigen? Das Multi-Asset-Team von Nikko Asset Management ist dieser Frage nachgegangen:

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© natanaelginting / stock.adobe.com

Die US-Inflation hat inzwischen ein Niveau erreicht wie seit 30 Jahren nicht mehr. Die Märkte dürften die Entschlossenheit der Fed, sich in Geduld zu üben, weiter auf die Probe stellen. Allerdings wird die Inflation zweifellos zurückgehen, sich dann aber wahrscheinlich auf einem Niveau von über 2,5 Prozent einpendeln. Aus Sicht der Märkte sollte das die Fed zufriedenstellen. "Ihre Politik dürfte daher noch einige Zeit locker bleiben. Die Nachfrage erholt sich derweil weiter, was für Wachstumswerte förderlich ist – nennen wir es den „Inflationsboom“-Teil des Zyklus", schreibt das Multi-Asset-Team von Nikko Asset Management in einer aktuellen Markteinschätzung.

Teure Aktien wurden noch teurer
Viele Anleger haben sich in den vergangenen zehn Jahren aus US-Aktien zurückgezogen mit dem Argument, der Markt sei zu teuer. Insbesondere im Vergleich zum Rest der Welt ist er das auch, aber in den letzten zehn Jahren hat auch kein Markt so gute Erträge geliefert wie die USA. Amerikanische Unternehmen stehen an der Spitze von Innovation und Umbruch. Zudem hält die Politik dem Aktienmarkt den Rücken frei. Beispiele sind die langjährigen Fed-Put-Politik und die üppige fiskalische Stimulierung. 

Es hat sich also nicht ausgezahlt, sich gegen US-Aktien zu positionieren. Dies dürfte auch noch eine Weile so bleiben, meint Nikko AM. Es kann sich aber auszahlen, sich gegen das übermäßigen Stimmungstief an einem anderen Markt in Stellung zu bringen: Chinesische Aktien sind zwar nicht spottbillig, aber Analysten und Marktteilnehmer sind möglicherweise immer noch zu pessimistisch und verkennen das Potenzial für bessere Gewinnaussichten. 

China aufstocken
China bevorzugen: Die politischen Entscheidungsträger haben signalisiert, dass das Schlimmste des regulatorischen Durchgreifens vorerst überstanden sein könnte. Der „gemeinsame Wohlstand“ steht bisher eher für eine Angleichung der Wettbewerbsbedingungen als für simple Umverteilung. Die Entspannung dürfte noch vor Jahresende eintreten und sich ins nächste Jahr hinein fortsetzen. Sie sollte als Katalysator für den Beginn einer Börsenerholung dienen, prognostiziert Nikko AM.

Europa: Alt, krank und ohne Energie
Beim alten Kontinent sollten Investoren Vorsichtig walten lassen: Europa profitierte von einem Reflationsthema, das auf dem Rückgang der Corona-Pandemie beruhte. Inzwischen aber steigen die Fälle wieder an.

Europa könnte auch das Epizentrum der weltweiten Energieknappheit sein. Darüber hinaus haben die europäischen Finanzwerte von den steigenden Zinsen profitiert – das dürfte sich angesichts der anhaltenden Zurückhaltung der Zentralbanken umkehren. (aa)

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