Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Nikko AM: Bei EMD trennt sich die Spreu vom Weizen

Gerade vor dem Hintergrund der weltweit kursierenden Seuche sollten Investoren bei Emerging Market Debt (EMD) derzeit besonders auf die Qualität und nicht nur auf die Höhe der gebotenen Renditen achten, meint Nikko Asset Management.

Raphael Marechal, Head Portfolio Manager Emerging Markets bei Nikko AM
Raphael Marechal, Nikko AM
© Nikko AM

Qualitativ hochwertigen Schwellenländer-Anleihen sind bei Investoren gefragt. Aber ihre weitere Erholung wird weniger einheitlich verlaufen als bisher, meint Raphael Marechal, Head Portfolio Manager Emerging Markets bei Nikko AM.

Marechal nennt die Türkei als ein gutes Beispiel für diese sich abzeichnende Differenzierung. Der Markt stellt das niedrige Niveau der Realzinsen dort bereits in Frage, da die Türkei Devisenreserven zur Stützung der eigenen Währung einsetzt und der kurzfristige externe Finanzierungsbedarf des Landes wächst. 

"Auf der anderen Seite bieten Rohstoffproduzenten wie Südafrika und Chile unserer Ansicht nach guten Möglichkeiten, um weiterhin auf den beeindruckenden Aufschwung der chinesischen Wirtschaft zu setzen", betont Marechal.

Tourismus ist derzeit kein Devisenbringer
Der Tourismussektor wird viel länger brauchen, um sich zu erholen, vor allem angesichts weiterer pandemiebedingter Lockdowns. Aus diesem Grund bleibt Marechal gegenüber Ländern wie Thailand, Sri Lanka, der Dominikanischen Republik sowie Dubai vorsichtig. 

Zahlreiche Risiken
Die finanzpolitischen Aussichten, die grundsätzlich schwierig bleiben und von denen die mittelfristigen Wachstumsaussichten abhängen, haben sichlaut Marechal verbessert, da sich das Wachstum erholt hat und viele Regierungen, wie z.B. Chile, Peru und die Philippinen, vorsichtiger agiert haben als erwartet. 

Ein weiteres großes Risiko für die Zukunft sind Marechal zufolge mögliche soziale Unruhen und politische Risiken in Ländern wie Kolumbien, Brasilien und Ecuador, in denen anscheinend zu wenig getan wurde, um die Auswirkungen von COVID-19 zu einzudämmen. 

Fazit: Hochwertige Schwellenländer-Anleihen zunehmend gefragt
Für die Schwellenländer glich 2020 einer Achterbahnfahrt. Die meisten aber haben ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Schocks unter Beweis gestellt. "Wir glauben, dass dies die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Schwellenländer-Anleihen im derzeitigen Niedrigzinsumfeld weiter anheizen wird", erklärt Marechal abschließend. (aa)

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren