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Niedrige Duration, hohe Erträge: US-High Yield ist aktuell interessant

Der US-Hochzinsmarkt ist definitiv einen Blick wert, sagt das Experten-Team für US-High Yields beim Asset Manager T. Rowe. Denn amerikanische High-Yield-Bonds bieten eine Kombination aus hohem Ertrag, niedriger Duration, Chancen auf sich verbessernde Fundamentaldaten und verbesserte Qualität.

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Kevin Loome, Portfoliomanager im Bereich US-Hochzinsanleihen bei T. Rowe Price
© T. Rowe Price

Die verbesserte Qualität von US-High Yield zeigt sich daran, dass die Zahl der BB-Anleihen zwischen 2007 und 2020 um 50 Prozent anstieg, während die Anzahl an Anleihen mit niedrigerem Rating (B und CCC) um 30 Prozent zurückging. Zudem hat die im Zuge der Corona-Krise zunehmende Zahl an Fallen Angels, also Bonds, die aus dem Investment-Grade-Bereich in das BB-Segment abrutschen, ebenfalls zu einer Qualitätsverbesserung beigetragen.

Bessere Qualität und attraktive Erträge
„Dennoch bietet die Anlageklasse attraktive Erträge“, stellt Kevin Loome fest, Portfoliomanager im Bereich US-Hochzinsanleihen bei T. Rowe Price. So weist der Bloomberg Barclays US High Yield Index Ende Februar eine Rendite von 4,9 Prozent auf und damit klar mehr als der Investment-Grade-Index Bloomberg Barclays US Aggregate mit 1,4 Prozent. Gleichzeitig liegt die Duration beim Investment-Grade-Index bei 8,6 Jahren, womit bei einem Zinsanstieg um einen Prozentpunkt Kursverluste in Höhe von 8,6 Prozent drohen. Dagegen weist der entsprechende Hochzinsindex mit einer Duration von 3,8 Jahren eine geringere Zinssensitivität aus.

US-High Yields mit kürzerer Duration
„Das ist deshalb wichtig, weil die voranschreitenden Impfungen und die allmähliche Wiedereröffnung der Wirtschaft weltweit zu höherer Inflation und steigenden Zinsen führen könnten“, so Loome. Zudem dürfte die fortschreitende Beendigung der Lockdowns zusammen mit dem US-Konjunkturpaket die Fundamentaldaten vieler US-Hochzins-Emittenten verbessern. „Wir gehen deshalb davon aus, dass die Ausfallrate, die in der Anlageklasse Ende 2020 bei sechs Prozent lag, unter den langfristigen Durchschnitt fällt“, meint der US-High-Yield-Experte.

Interessantes Single B-Segement, aber auch selektive Bank Loans haben Charme
Besonderes Augenmerk richten er und seine Kollegen auf das B-Segment, das noch relative Werthaltigkeit bietet, auf potentielle „Rising Stars“, also Fallen Angels, die wieder in den Investment-Grade-Bereich zurückkehren. Ebenso setzen sie auf Bankdarlehen, die eine variable Verzinsung aufweisen. „Interessante Einzeltitel finden wir zudem in Segmenten, die mit Reise und Freizeit zusammenhängen, da dort die Spreads noch attraktiv sind. Auch bei vereinzelten Emittenten aus dem Energiesektor sehen wir Chancen“, erklärt Loome. Schließlich sollten sich die Ölpreise bei einem sich beschleunigenden Wirtschaftswachstum als widerstandsfähig erweisen. Diese Beispiele zeigen aber auch, dass gerade in einem volatilen Umfeld, in dem sich die Wirtschaft von der Pandemie erholt, im amerikanischen High-Yield-Segment ein flexibler Ansatz unerlässlich ist. (kb)

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