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Neues EZB-Tool könnte rasch zum Einsatz kommen

Die Regierungskrise in Italien könnte das neue Instrument der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen größere Sprünge auf dem Rentenmarkt früher als erwartet auf die Probe stellen.

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© Funtap / stock.adobe.com

Angesichts der drohenden Auflösung der Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi ist der Renditeabstand zwischen zehnjährigen italienischen Anleihen und ihren deutschen Pendants auf über 200 Basispunkte angestiegen - eine Schwelle, die der Zentralbankchef des Landes zuvor als "ungerechtfertigt" bezeichnet hat. Dies könnte den Druck auf die EZB erhöhen, ihr Instrument leichter zu aktivieren, berichtet Bloomberg News.

“Die Merkmale des anhaltenden politischen Dramas in Italien werfen Fragen zu mindestens zwei Schlüsselthemen auf”, sagt Axa-Chefvolkswirt Gilles Moec. “Kann die Konditionalität locker sein, und was genau sind die ‘richtigen Umstände’, unter denen das Instrument eingesetzt werden könnte?”

Die Kavallerie soll schnell kommen...
Das Risiko sei, dass das Instrument - das am Donnerstag vorgestellt werden soll - immer noch “zu vage oder zu eng gefasst sein könnte, um dem Markt zu signalisieren, dass die Kavallerie schnell kommt, um den italienischen Anleihemarkt zu stützen”, so Moec.

Die Währungshüter wollen mit dem Instrument eine Absicherung für Notfälle schaffen, die ihre Bemühungen zur Bekämpfung der Rekordinflation gefährden würden - keine Maßnahme zur Rettung von Regierungen, die sich in Turbulenzen befinden. Bundesbankpräsident Joachim Nagel wünscht sich harte Bedingungen für seinen Einsatz.

... aber nicht wegen politischer Querelen
Es sei daher unwahrscheinlich, dass das Instrument nur aufgrund eines politischen Dramas zum Einsatz kommt, meint Silvia Ardagna, Leiterin der europäischen volkswirtschaftlichen Abteilung bei Barclays.

“Es wird nicht zum Einsatz kommen, wenn sich der Spread in einer Zeit der politischen Krise in Italien ausweitet - nicht nur wegen des Widerstands der Deutschen, sondern auch aus rechtlichen Gründen”, sagte sie gegenüber Bloomberg Television. “Vielleicht besteht der Nutzen dieses Instruments darin, andere Länder vor Spillover-Effekten zu schützen.” (aa)

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