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Neuer Bank of England-Präsident erhält Vertrauensvorschuss

Das britische Pfund reagiert auf die überraschende Ernennung des neuen Bank of England (BoE)-Chefs Andrew Bailey mit Stärke. Die Analysten von HSBC trauen der britischen Währung noch weiteres Aufwärts-Potenzial zu. Ab Mai werden die ersten Markteingriffe erwartet.

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Andrew Bailey ist neuer BOE-Chef. Ob er in dieser Funktion auch 2020 zu lachen hat, muss sich erst noch zeigen.
© Chris J. Ratcliffe / Bloomberg

Der neue Bank of England (BoE)-Präsident Andrew Bailey startet seine Amtstzeit in einem – aus seiner Sicht – vielversprechenden Umfeld. Das britische Pfund konnte nach der Ankündigung der Personalie Bailey am 20.12.2019 zum Euro temporär moderat zulegen, der Wechselkurs verharrte in den vergangenen Handelstagen insgesamt aber im Bereich von 0,85 GBP. "Im neuen Jahr trauen wir der britischen Valuta aufgrund des sich abzeichnenden EU-Austritts Großbritanniens zum 31. Januar 2020 und den einhergehenden geringeren Unsicherheiten in dieser Frage noch Aufwertungspotential zu. Im Jahresverlauf 2020 dürften sich dabei Notierungen von 0,80 GBP einstellen", heißt es in einer entsprechenden Einschätzung der Großbank HSBC.

Schatzkanzlers Sajid Javid hatte den langjährige Mitarbeiter und ehemalige Vizepräsident der Bank of England, Andrew Bailey, kurz vor Weihnachten als neuen Notenbankchef vorgeschlagen. Bailey wird seine achtjährige Amtszeit am 16. März 2020 antreten und somit Nachfolger des bisherigen Notenbankpräsidenten Mark Carney. Dieser hatte seine zwischenzeitlich bis Juni 2018 angedachte Amtszeit mehrfach verlängert, um im unsicheren „Brexit“-Prozess eine verlässliche Konstante an der Spitze der Bank of England zu gewährleisten.

Baldiger Makteingriff
Aktuell leitet Bailey die Finanzaufsichtsbehörde FCA. Geldpolitisch hat sich Bailey bisher nicht explizit positioniert. Insgesamt ist aber keine nachhaltige Änderung der Geldpolitik der britischen Notenbank zu erwarten. "Wir rechnen indes mit Blick auf die getrübten Wachstumsperspektiven für die britische Wirtschaft im Mai 2020 mit einer Reduzierung der Bank Rate um 25 Basispunkte auf dann 0,50 Prozent", so die HSBC-Analyse abschließend. (hw)

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