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Neue Pleitesorgen um chinesischen Immobilienriesen

Evergrande steht offenbar erneut vor einem Zahlungsausfall. Auf staatliche Stützungsmaßnahmen kann der Konzern derweil nicht mehr hoffen.

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Der chinesische Immobilienriese Evergrande wankt schon seit Langem, nun spitzt sich die Lage erneut zu. Das hochverschuldete Unternehmen hätte gestern (6.12.) eine Zahlung in Höhe von 82,5 Millionen Dollar leisten müssen, wie das Online-Portal der Tagesschau berichtet. Dabei handelt es sich um Zahlungsverpflichtungen von Anleihen, für die eine 30-tägige Karenzfrist nun abgelaufen ist. Evergrande hatte eingeräumt, möglicherweise nicht genügend Mittel aufbringen zu können, um sämtliche finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die unterlassene Zinszahlung könnte die erste ausländische Unternehmensanleihe des Konzerns sein, die nicht bedient wurde.

Damit könnte die drohende Insolvenz für Evergrande näher rücken. Investoren wenden sich nun scharenweise ab. Am Montag fiel die Evergrande-Aktie im Hongkonger Handel bis Börsenschluss um fast 20 Prozent, schreibt die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ). In der Vergangenheit hatte der Konzern fällige Zinszahlungen auf Dollar-Obligationen mehrmals in allerletzter Minute geleistet. Auf staatliche Hilfe kann er derweil nicht hoffen. "Die Probleme bei Evergrande sind hauptsächlich auf Missmanagement und die unkontrollierte Expansion zurückzuführen", zitiert die NZZ einen Sprecher der chinesischen Zentralbank.

Geplante Restrukturierung
Die chinesische Regierung betonte zuletzt immer wieder, es handele sich bei Evergrande um einen isolierten Fall. Jedoch stecken tatsächlich mehrere chinesische Immobilienentwickler infolge einer verschärften Regulierung tief in der Krise, manche Experten befürchten einen Dominoeffekt. Am Montag hatte Evergrande laut "Handelsblatt" ein Risiko-Komitee einberufen, das den Konzern restrukturieren soll. (fp)

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