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Neue Hegdefonds-Spielwiese: Preise für CO2-Zertifikate steigen rasant

Die Hedgefondsszene scheint langsam ein neues Asset zu finden, womit sich vortrefflich spekulieren lässt: CO2-Zertifikate. Diese steigen im Preis noch kräftiger als sie ohnehin aufgrund der gegenwärtigen Klimapolitik steigen würden, die ein Verknappung der Verschmutzungszertifikate vorsieht.

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Raphael Lulay
© Block-Builders.de

CO2-Zertifikate werden immer teurer. Lag der CO2-Preis in Euro je Tonne im Februar noch bei 32 Euro, sind es nun bereits rund 56 Euro. Wie aus einer neuen Infografik von Block-Builders.de hervorgeht, erwarten Marktbeobachter, darunter Banken und Hedgefonds, dass der Preis für jene CO2-Zertifikate gegen Jahresende auf etwa 100 Euro ansteigt:

Quelle: Block-Builders.de

CO2-Zertifikate stehen für die Menge an Emissionen, die kompensiert werden. Die Grundidee dahinter ist simpel wie einleuchtend: Wer Kohlendioxid in die Atmosphäre bläst, muss dafür bezahlen.

Was wäre Tesla ohne CO2-Zertfikatserträge? Eine Firma in den roten Zahlen...
Dass es sich hiermit auch gut verdienen lässt, das zeigt ein Blick auf den Autokonzern Tesla: im ersten Quartal 2021 erzielte dieser mit dem Abgaszertifikate-Handel einen Gewinn in Höhe von 518 Millionen US-Dollar. Der Tesla-Nettogewinn beläuft sich im genannten Zeitraum auf 438 Millionen US-Dollar: ohne den Handel mit Zertifikaten (und Bitcoins) hätte Tesla im ersten Quartal also keine schwarzen Zahlen geschrieben.

Quelle: Block-Builders.de

Hedgefonds mit von der Partie
Schätzungen zufolge werden sechs Prozent der CO2-Zertifikate spekulativ gehalten werden. Der Großteil ist wohl nicht spekulativer Natur: Denn Unternehmen stellen sicher, dass ihre Emissionen mit den Zertifikaten gedeckt sind.

CO2-Ausstoß: Rückgang aufgrund von Corona in 2020
Im Jahr 2019 wurden weltweit 36.441 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Der Wert erhöhte sich die letzten Jahre kontinuierlich. Gegenüber dem Jahr 1960 schlägt der Anstieg mit 290 Prozent zu Buche. Anders im Corona-Krisenjahr 2020: so wurden zwischen Januar und September 6,3 Prozent weniger CO2-Emissionen verursacht, als im Vorjahreszeitraum. Allerdings handelt es sich hierbei mutmaßlich um einen Einmaleffekt im Angesicht der Restriktionen im Zuge der Pandemie, sagt Raphael Lulay von Block-Builders.de. (kb)

 

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