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Neuberger Berman sieht "Deutschland im freien Fall"

Der weltweite Abschwung in der Industrie zeigt sich vor allem in Deutschland, sagt Brad Tank von Neuberger Bergman. Die inverse Zinsstrukturkurve in den USA ist für ihn kein verlässlicher Konjunkturbarmeter.

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© peshkov / stock.adobe.com

Die weltweite Industrie schwächelt. Das wird vor allem mit Blick auf Deutschland und China deutlich, sagt Brad Tank, Chefanlagestratege für Anleihen bei der US-amerikanischen Fondsgesellschaft Neuberger Berman. Die inverse Zinsstrukturkurve in den USA ist dagegen laut Trank kein zuverlässiges Warnsignal für eine Rezession mehr. Er sieht bereits seit über einem Jahr Anzeichen für einen Abschwung der globalen Wirtschaft. In den USA erwartet der Experte "eine weiche Landung", während China auf seinen Tiefpunkt zusteuere und die deutsche Konjunktur bereits "im freien Fall" sei.

Dass die deutsche Wirtschaft schwächelt, macht Tank unter anderem am Einkaufsmanager-Index fest. Im Januar 2018 stand Deutschland mit einem Wert von 61,1 Punkten an der Spitze der zwölf größten Volkswirtschaften. Heute liegt das Land mit 43,2 Punkten ganz hinten. Für diese Entwicklung nennt Tank mehrere Ursachen: Deutschland sei auf die Veränderungen im internationalen Automobilmarkt nicht vorbereitet und leide an dem Handelskonflikt zwischen China und den USA.

China als Vorbild
Tank bezweifelt, dass Verbraucher die Wirtschaft im Fall einer Rezession alleine wieder ankurbeln können. Er hält das deutsche Wirtschaftsmodell für veraltet und rät zu einer expansiveren Fiskalpolitik, orientiert am Beispiel Chinas. "Die letzten Jahre des wirtschaftlichen Erfolgs bieten im Vergleich zu anderen Ländern den größten fiskalischen Spielraum, um konjunkturellen Schwankungen entgegenzuwirken." (fp)

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