Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Risikomanagement - jetzt offensiv Marktchancen nutzen

Flexibel Chancen nutzen und profitieren – in Zeiten eines Niedrigzinsniveaus auf Dauer ist das wichtig wie nie zuvor. Deshalb gehen unsere Experten bewusst kontrollierte Risiken ein, um Ihre Anlage zu optimieren.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Negativ-Rückkopplung spielt diesen Anlageklassen in die Hände

Immer negativere Nachrichten führen über Rückkopplungseffekte zu weiteren Umschichtungen großer Kapitalsammelstellen weg von Risikopapieren hin zu "sicheren" Anlagen. Davon profitieren Staatsanleihen und Edelmetalle wie Gold oder Silber.

Aneeka Gupta, Associate Director Research von Wisdom Tree
Aneeka Gupta, WisdomTree
© Wisdom Tree

Das Spiel zwischen Trump, China und der US-Notenbank (Fed) führt zu einer negativen Rückkopplungsschleife, die dazu führen dürfte, dass Anlagen wie Gold und Silber im Laufe des Jahres 2019 weiter hoch notieren. Diese Prognose stellt Aneeka Gupta, Associate Director beim auf ETPs spezialisierten Vermögensverwalter WisdomTree, in einem aktuellen Marktkommentar auf.

Konflikt China vs USA wird heftiger
Trumps Ankündigung, die Zölle auf die verbleibenden chinesischen Waren im Wert von 300 Mrd. US-Dollar ab dem 1. September 2019 auf 10 Prozent zu erhöhen, hat die Finanzmärkte erschüttert und den Weg für einen signifikanten Marktverkauf geebnet. Als Reaktion auf Trumps Zollankündigung hat die chinesische Regierung staatliche Unternehmen angewiesen, die Einfuhr von US-Agrarprodukten einzustellen und hat den chinesischen Yuan abgewertet.

China ist sich auch strategisch des übergreifenden Ziels von Trump bewusst - die US-Präsidentschaftswahlen 2020 zu gewinnen, und wird wahrscheinlich eine härtere Handelsposition einnehmen, um Trumps Chancen auf den Sieg zu verringern. Die Realität ist, dass das US-Wirtschaftswachstum bisher stabil erscheint.

Der jüngste Beschäftigungsbericht bestätigt, dass sich die US-Verbraucher weiterhin in einer stabilen Verfassung befinden, sich aber das Wachstum der Arbeitsplatzschaffung verlangsamt. Das Lohnwachstum bleibt gedämpft und der PCE Core Deflator liegt bei 1,6 Prozent im Jahresvergleich (yoy), was die letzte Zinssenkung der USA rechtfertigt. "Wir glauben, dass die Fed nur dann wieder zum Handeln gezwungen sein wird, wenn sich die Verschlechterung des Welthandels sich auf die US-Wirtschaft auszuwirken beginnt. Dies scheint wahrscheinlich zu sein, da die US-Regierung und die chinesische Regierung in der Handelspolitik eine harte Haltung einnehmen", erklärt Gupta.

Nachfrage nach Gold zieht an
Vor dem diesem Hintergrund notieren die Goldpreise auf einem Sechs-Jahres-Hoch. Die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit im Welthandel belebt den Safe-Haven-Status von Gold und steht weiterhin im Vordergrund der Anleger. Dies zeigt sich an den Netto-Positionierungsdaten für spekulative Futures auf Goldfutures, die nun bei 292.847 Kontrakten liegen - mehr als eine Standardabweichung über ihrem Fünfjahresdurchschnitt, so die Daten der Commodity Futures Trading Commission (CFTC).

Zudem beliefen sich die Netto-Notenbankkäufe im ersten Halbjahr 2019 auf 374,1 Tonnen, 57 Prozent mehr als im Vorjahr und den höchsten Stand seit ihrer Aufnahme als Nettokäufer im Jahr 2010 nach Angaben des World Gold Council (WGC).

Viele Argumente sprechen für Gold
Diese Rekordkäufe der globalen Zentralbanken unterstreichen die Notwendigkeit, ihre Reserven vom US-Dollar weg zu diversifizieren. Der Kauf von Gold durch die Zentralbank seit laut Gupta in der Regel das "klebrigere Geld" und dürfe nicht unterschätzt werden. Gold steht auch in umgekehrter Relation zum US-Dollar und Gupta erwartet, dass sich die weitere Schwäche des US-Dollars entfalten wird.

Dies ist auf den zusätzlichen Druck von Trump auf die Fed zurückzuführen sowie den reduzierten Renditevorteil des Dollars gegenüber Alternativen außerhalb des US-Dollar. Aber auch die Ausweitung der Staatsverschuldung, die mit dem Wirtschaftswachstum der USA überproportional wachsen wird, spricht gegen den Greenback.

Die historische Verwendung von Silber als Währung, ein Mittel zur Werterhaltung und seine starke Korrelation zum Gold (fast 80 Prozent) in den letzten zehn Jahren sprechen dafür, dass Silber inmitten des volatilen Marktumfelds auf der Erfolgswelle des Goldes mitschwimmen wird. (aa)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen