Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Institutioneller Investor sucht Manager für Best-of-Two-Strategie

Ad

Ein Großanleger tätigt über das Mandate-Tool eine Ausschreibung betreffend eine Best-of-Two-Strategie im Bereich Renten und Aktien. Mehr Informationen zum Mandat erhalten nur registrierte User. Mehr erfahren >>

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Natixis/H20 AM: Abflüsse liegen schon bei 6,4 Milliarden US-Dollar

Die Krise der sechs H2O Fonds, deren Bond-Bestände aus dem Dunstkreis des deutschen Financiers Lars Windhorst bei Investoren Bedenken bezüglich der Liquidität auslösten, verstärkte sich am Montag. In den letzten vier Handelstagen inklusive Montag waren insgesamt 5,6 Milliarden Euro abgeflossen.

crash_absturz_kopfweh_fotolia_169414654_subscription_xxl___c__kurhan.jpg
© Kurhan / Fotolia

Die Krise verschärfte sich am Montag, verringerten sich doch die Assets under Management der betroffenen sechs Fonds von H2O Asset Management um umgerechnet 6,4 Milliarden US-Dollar. Seit Ausbruch der Krise sind die Assets von H2O AM damit auf nunmehr weniger als 16 Milliarden Euro geschrumpft. Das entspricht in etwa einem Viertel des verwalteten Vermögens des britischen Asset Managers, der mit Natixis affiliiert ist. Die folgende Grafik zeigt die tageweisen Abflüsse der letzten vier Tage.

Fass ohne Boden
Am Montag kam es zu den bis dato kräftigsten Abflüssen. Zwölf Fonds von H2O bieten ihren Investoren tägliche Liquidität, obwohl einige auch wenig liquide Papier besitzen und Hebel einsetzen.

Schwer getroffen
Der H2O Allegro Fund verlor zwischen dem 18. Juni, also dem Tag, bevor Morningstar mit seinem Kommentar alles ins Rollen brachte, und dem 24. Juni 42 Prozent seiner Assets, beim H2O Adagio Fund waren es im gleichen Zeitraum 26,5 Prozent. 

Gelingt jetzt die Wende?
In einem Statement vom Dienstag hieß es seitens H2O, die Abflüsse hätten sich verlangsamt, und es sei auch wieder zu Zuflüssen gekommen, ohne dass man konkrete Zahlen nannte, wie Bloomberg News vermeldet. Für die 2010 mit Unterstützung von Natixis durch Bruno Crastes  und Vincent Chailley gegründete Londoner Boutique geht es um viel, war man bisher doch durch hohe Renditen aufgefallen und befand sich auch assetmäßig auf einem steilen Weg nach oben. Mit einer Reihe von Maßnahmen (Verkauf von 300 Millionen dieser nicht gerateten, privatplatzierten Anleihen und Abschreibung der Inventarwerte der restlichen illiquiden Bonds,  Aussetzung der Entrance Fee und Sonderprüfung durch den Wirtschaftsprüfer) stemmt man sich gegen die Flut. Vorrangiges Ziel ist es weiterhin, dem Schicksal von GAM und Neil Woodford zu entgehen, die Fonds einfrieren mussten, weil sie die Anteilsrückgaben der Investoren wegen mangelnder Liquidität des Portfolios nicht mehr bewältigen konnten.  

Rückschlag auch für Natixis
Der Kurs der Aktie, der bis vor kurzem noch in der Gegend von vier Euro gesehen wurde, scheint sich nun bei 3,40 Euro einzupendeln. Investoren befürchten offensichtlich weitere Abflüsse und den Ausfall von Performance Fees. (kb)

 

 

 

 

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen