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Institutioneller Investor sucht Manager für Best-of-Two-Strategie

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Natixis-Studie zeigt weltweit starke Nachfrage nach ESG Investments

56 Prozent der institutionellen Anleger glauben, mit ESG-Investment Alpha erzielen zu können, 57 Prozent der Fondsselektoren sind der gleichen Meinung. Systematische Analyse und Reporting stellen die größten Herausforderungen bei ESG dar.

Jean Raby
„Als aktiver Manager betrachten wir ESG-Faktoren als integralen Bestandteil langfristiger, aktiver Anlagestrategien“, sagt Jean Raby (Bild), CEO von  Natixis Investment Managers. „Investoren sehen dies inzwischen genauso. ESG-Strategien werden nun über den engen Rahmen des Negativscreening hinaus anerkannt. Gegenwärtig übersteigt die Nachfrage nach ESG-Strategien das Angebot."
© Natixis IM

Die Erkenntnis der Investoren, mit Hilfe von ESG-Investments Alpha erzielen zu können, treibt die Nachfrage nach entsprechenden Strategien weltweit an. Die systematische Analyse sowie das Reporting werden allerdings als Herausforderung wahrgenommen. Das geht aus einer aktuellen Studie des französischen Vermögensverwalters Natixis Investment Managers hervor. Darin zusammengefasst sind die weltweiten Umfrageergebnisse von institutionellen Investoren und professionellen Fondskäufern, aber auch Finanzberatern, Privatanlegern.

Mehr als die Hälfte glaubt, mit Hilfe von ESG Alpha zu erwirtschaften 
Die Studie zeigt, dass 59 Prozent der Finanzberater, 57 Prozent der Fondsselektoren und 56 Prozent der institutionellen Investoren glauben, mit ESG-Strategien Alpha erzielen, also eine Benchmark schlagen zu können. Zudem sind sie der Auffassung, unter Berücksichtigung von ESG-Kriterien soziale und Governance-Risiken besser in den Griff bekommen zu können. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Privatanleger ist der Meinung, mit Unternehmen, die ein höheres Maß an Integrität aufweisen, eine bessere Performance erzielen zu können.

Bei der Umsetzung von ESG-Strategien dominieren Institutionelle
66 Prozent dieser Investorengruppe sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit sich in den kommenden fünf Jahren zum Standard im Portfoliomanagement entwickeln wird. Vor einem Jahr glaubten dies 60 Prozent. 46 Prozent der Großanleger halten die Nachhaltigkeitsanalyse inzwischen für genauso wichtig wie die klassische fundamentale Analyse. Laut Natixis-Studie besteht allerdings ein hoher Bedarf an verbesserten ESG-Messverfahren sowie an entsprechenden Reportings. 68 Prozent der Finanzberater gaben an, im Falle verbesserter Daten und Reportings verstärkt ESG-Produkte empfehlen zu wollen.

Bessere Taxonomie- und Kennzeichnungs-Standards gefordert
Künftig werden Anleger jedoch mehr Klarheit über ESG-Strategien, deren Umsetzung sowie über deren Vorteile zu Gunsten der Anlageperformance und der Gesellschaft benötigen“, so Jean Raby, CEO von Natixis Investment Managers. „Daher braucht es bessere Taxonomie- und Kennzeichnungsstandards in der gesamten Branche und mehr Transparenz beim Reporting von klimarelevanten und anderen ESG-Kriterien."

Institutionelle Investoren an der Spitze der Bewegung 
Institutionelle Anleger nutzen bereits eine große Bandbreite an ESG-Strategien und integrieren entsprechende Kriterien in ihren Analyseprozess. Darüber hinaus hält Nachhaltigkeit zunehmend Einzug am gesamten Fondsmarkt. 65 Prozent der Fondskäufer nutzen ESG-Investments im Rahmen ihrer Anlagepraxis. 28 Prozent von ihnen setzen auf die vollständige Integration von ESG-Kriterien und 22 Prozent wenden Ausschlussverfahren an. Impact Investing findet bei 15 Prozent Anwendung. Ebenfalls 15 Prozent wählen den Best-In-Class-Ansatz.

Mehrheit der Institutionellen plant, die ESG-Allokation 2019 zu erhöhen
„Wie bei den meisten Innovationen im Investmentbereich haben institutionelle Investoren sich auch beim ESG-Investing an die Spitze gestellt. Sechs von zehn Unternehmen haben ESG-Ansätze bereits in ihre Portfolios integriert. Die Mehrheit (55 Prozent) plant, die ESG-Allokation im Jahr 2019 zu erhöhen“, sagt Timo Paul, Managing Director Deutschschweiz bei Natixis Investment Managers. „Angesichts stärker Berichtspflichten im Bereich der Nachhaltigkeit erwarten sie von der Asset Management Branche allerdings stärkere Transparenz, was letztlich allen Anlegern zugutekommen dürfte.“

Jüngere Privatanleger besonders aufgeschlossen
Im Bereich der Privatanleger vertrauen vor allem Anleger aus der Gruppe der sogenannten Generation X (48 Prozent) sowie aus der Gruppe der Millennials (56 Prozent) darauf, dass mittels nachhaltiger Investments ein positiver Beitrag zur Bewältigung globaler Herausforderungen erbracht werden könne. In der Gruppe der Baby-Boomer waren lediglich 41 Prozent dieser Meinung. 

Wertevorstellungen sollen sich in Investments widerspiegeln
Bei allen Befragten, insbesondere aber bei Privatanlegern besteht der Wunsch, Investments mit ihren Wertevorstellungen zu verknüpfen. 81 Prozent der Studienteilnehmer äußerten sich in diesem Sinne. Auf eine solide Rendite möchten sie dabei nicht verzichten. Mehr als die Hälfte der Befragten sagten, dass die Performance eines Investments einen hohen Stellenwert für sie habe. Die Verknüpfung der Kapitalanlage mit den Werten ihres Unternehmens ist für 59 Prozent der institutionellen Investoren und für 52 Prozent der Fondsselektoren der wichtigste Grund für ESG-Investments.

Umweltaspekte stehen im Vordergrund
Weltweit spielen Umweltaspekte bei den professionellen Investoren die größte Rolle bei der Berücksichtigung von ESG-Kriterien. Befragt nach den wichtigsten Motiven für die Integration von ESG-Strategien benannten 76 Prozent von ihnen den Umweltschutz. Für 70 Prozent haben Governance-Aspekte, und für 61 Prozent soziale Erwägungen eine herausgehobene Bedeutung. Vor allem für Fondsselektoren spielen Umweltgründe mit 80 Prozent eine herausgehobene Rolle. (kb)

 

 

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