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Nathan Sheets, PGIM Fixed Income: „Rückgang ist natürliches Phänomen“.

Der PGIM-Chefökonom sieht im derzeitigen Rückgang des BIP-Wachstums nur eine Normalisierung der in den letzten Jahren überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten.

Nathan Sheets, Chief Economist and Head of Global Marcoeconomic Research bei PGIM Fixed Income
Nathan Sheets, Chief Economist and Head of Global Marcoeconomic Research bei PGIM Fixed Income
© PGIM

Die derzeitige Konjunktureintrübung sollte Investoren keine Sorgen machen, wenn man Nathan Sheets, Chief Economist and Head of Global Macroeconomic Research bei PGIM Fixed Income, Glauben schenken darf: „Wir gehen derzeit davon aus, dass sich das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 einpendeln und stabilisieren wird.“

Das verhältnismäßige Abschwächen der Wirtschaft lässt bei manchen Marktteilnehmern Sorge aufkommen, dass die seit Langem anhaltende Expansion allmählich in ihren letzten Zügen steckt. „Wir vertreten jedoch aktuell die Meinung, dass die USA, der Euroraum, Japan und China im Jahr 2019 dennoch eine solide Performance vorweisen könnten“, erklärt Sheets.

Rückgang der Wirtschaftsaktivitäten ist natürliches Phänomen
Den Rückgang der Wirtschaftsaktivitäten betrachtet der PGIM-Chefökonom als ein weitgehend natürliches Phänomen, bei dem die einzelnen Volkswirtschaften einen Trend hin zu nachhaltigeren Wachstumsraten entwickeln. Die große Überraschung sei vielmehr das rasante Wachstum der letzten Jahre. Diese Entwicklung deutet Sheets vielmehr als eine Rückkehr zur Normalität und nicht als Signal von fehlerhaften Faktoren des globalen Wirtschaftssystems.

„Das Wirtschaftswachstum im Euroraum dürfte unseren Erwartungen nach auch im Jahr 2019 ihr Potenzial übersteigen, wenngleich wir vor dem Hintergrund der allseits bekannten Einflüsse unsere Wachstumsprognose derzeit auf 1,6 Prozent gesenkt haben“, prognostiziert Sheets.

Das Wachstum der Binnennachfrage hält an, lässt aber ebenfalls nach. Da sich die Arbeitslosenquote des Euroraums ihrem tiefsten Stand der vergangenen zwei Jahrzehnte nähert, verlangsame sich unweigerlich das Beschäftigungswachstum – und damit ein weiterer deutlicher Anstieg des privaten Konsums.


Veranstaltungshinweis: 
PGIM Fixed Income hält am 12. Institutional Money Kongress, der von 26. bis 27. Februar 2019 im Frankfurter Congress Center stattfindet, einen Workshop darüber, in wie weit sich die Chinas Marktöffnung auf den gloaben Rentenmarkt auswirkt. Mehr Informationen dazu nachfolgend. Eine Kongress-Anmeldung ist u.a. HIER möglich

Investitionsnachfrage wird gedämpft
Der unter anderem auch daraus resultierende Auftragsrückgang dürfte zwar die bestehenden Kapazitätsengpässe lockern, jedoch auch ein Dämpfen der Investitionsnachfrage nach sich ziehen.

Die Europäische Zentralbank hat ihre Anleiheankäufe im Dezember 2018 eingestellt. Jede weitere geldpolitische Anpassung dürfte Sheets Erachtens jedoch eher graduell erfolgen. Wobei die Prognosen weiterhin bestätigen, dass der Einlagensatz zumindest bis zum Sommer dieses Jahres bei minus 40 Basispunkten bleiben könnte, sodass EZB-Präsident Draghi den Prozess der Zinsnormalisierung vor Ablauf seiner Amtszeit im Oktober 2019 einleiten könnte. „Darüber hinaus scheint eine Entscheidung über ein mögliches Nachfolgeinstrument für die TLTROs bereits in Sicht“, erklärt Sheets abschließend. (aa)

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