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Naht nun das Ende der Globalisierung?

Lange galt es als unbestritten, dass die Globalisierung mehr Nutzen stiftet als Schaden anrichtet. Doch seit der Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Grundhaltung vieler deutlich kritischer geworden, und auch die Politik hat dieses Thema für sich entdeckt.

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Dr. Christian Jasperneite
© M.M. Warburg

Vor allem Donald Trump mit seiner "America First"-Politik hat dafür gesorgt, dass das Ende der Globalisierung eingeläutet worden ist. Mit der Frage, welche Konsequenzen für die Wirtschaft und die Kapitalmärkte sich daraus ergeben, befassen sich die Experten von M.M. Warburg & Co.

Geostrategische Interessen greifen vermehrt Platz
Der kontinuierliche Abstieg der alten Industrieländer und der nahezu ungebremste Aufstieg der Schwellenländer, vor allem Chinas, hat in vielen westlichen Demokratien dazu geführt, dass liberale politische Ansichten bei den Wählern an Unterstützung verloren haben und stattdessen Politiker und Parteien, die populistische und nationale Ideen vertreten, an Zuspruch gewinnen. Am offensichtlichsten ist dies im November 2016 der Fall gewesen, als Donald Trump zum 45. US-Präsidenten gewählt wurde. Spätestens mit seiner Wahl ist eine neue politische Doktrin zu beobachten: Die Abkehr von Wohlstand und Wachstum als wichtigste politische Ziele, hin zur Verteidigung und Kontrolle der Macht. Von daher dürfte es den USA bei dem von Trump angezettelten Handelsstreit mit China auch nur vordergründig um die Reduzierung des Handelsbilanzdefizits gehen. Viel entscheidender für den US-Präsidenten ist dagegen die Verteidigung der eigenen geostrategischen Vormachtstellung.

Welche Implikationen ergeben sich aus diesen Einschätzungen?
1. Der Streit zwischen den USA und China geht weiter und wird nicht schnell gelöst. 2. Das Handelsbilanzdefizit der USA nimmt weiter zu. 3. Der Aufstieg Chinas zur größten Volkswirtschaft der Welt ist dennoch nicht aufzuhalten. 4. Die Globalisierung geht zu Ende.

Für die Kapitalmärkte bedeutet das Szenario eines global geringeren Wachstums, dass die Inflationsraten niedrig bleiben. Die globale Niedrigzinsphase wird sich fortsetzen, der im Moment zu beobachtende Rückgang der Kapitalmarktrenditen ist nicht nur ein temporäres Phänomen.

Was heißt das für Aktien?
Das Argument der „Alternativlosigkeit“ bekommt angesichts immer niedrigerer Zinsen neue Nahrung. Allerdings werden die Unternehmensgewinne zukünftig wohl weniger stark ansteigen, denn weniger Wirtschaftswachstum führt im Trend auch zu geringeren Gewinnen. Da die deutsche Wirtschaft mit ihrer hohen Exportquote von fast 40 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung zu den potenziellen Verlieren der neuen weltpolitischen Ordnung gehören könnte, dürfte es für die meisten Unternehmen im DAX eine besondere Herausforderung sein, ihre Erträge in der bislang gekannten Form zu steigern.

Anteil der Exporte am BIP
Offene Volkswirtschaften, die sich durch eine hohe Exportquote auszeichnen, werden besonders leiden. Deutschland gehört hier dazu.

Quelle: M.M. Warburg

Gewinnentwicklung ist besonders im Blick zu behalten
Dies gilt aber nicht nur für den DAX, sondern für viele europäische Aktien und Indizes, so die Experten von M.M. Warburg & Co.

 

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