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Scope-Studie: Angebot an Green-Bond-Fonds nimmt dynamisch zu

Fonds, die in grüne Anleihen investieren, sind ein Nischenphänomen – noch. Das Angebot an entsprechenden Produkten wird im Zuge des allgemeinen Trends zu mehr Nachhaltigkeit immer größer, wie eine Studie der Ratingagentur Scope ergibt.

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© adam121 / stock.adobe.com

Wenn die Finanzbranche ein "Wort des Jahres 2020" küren müsste, würde "Nachhaltigkeit" sicher sehr weit oben landen. Die Nachfrage nach nachhaltigen Investments nimmt massiv zu und damit auch die nach nachhaltigen Anleihen, sogenannten "Green Bonds". Das Angebot an solchen Papieren wird ebenfalls immer breiter, ebenso das von entsprechenden Fonds. Ende Januar 2021 zählte die Ratingagentur Scope in Deutschland 39 Green-Bond-Fonds, die zum Vertrieb zugelassen waren. Ende Oktober 2019 waren es noch lediglich 29 Portfolios, so die Scope-Analysten Simone Schieg und Andre Härtel in einer Studie.

Das aggregierte Anlagevolumen der 39 Fonds beträgt rund 15,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von rund 9,6 Milliarden Euro im Vergleich zur vorangegangenen Scope-Studie aus dem Oktober 2019. Der derzeit größte Green-Bond-Fonds im deutschsprachigen Markt ist der "iShares Green Bond Index". Das größte Volumen bei den aktiv gemanagten Fonds verwaltet der "Eurizon Fund – Absolute Green Bonds". Die beiden Portfolios umfassen jeweils ein Volumen von mehr als zwei Milliarden Euro.

NN Investments, Natxis und Amundi mit je drei Green-Bond-Fonds
Ebenfalls rund zwei Milliarden Euro an grünen Anleihen verwaltet der niederländische Asset Manager NN Investment Partners – allerdings in drei Produkten. Danach folgen die französischen Asset Manager Natixis mit insgesamt rund 1,6 Milliarden und Amundi mit rund einer Milliarde Euro, ebenfalls verteilt über drei Portfolios. 

Wie steht es aber mit der Rendite? Laut Schieg und Härtel konnten im vergangenen Kalenderjahr nahezu alle Green-Bond-Fonds ein positives Ergebnis erwirtschaften. Sie schnitten auch besser ab als herkömmliche Rentenfonds. In der Scope Peergroup "Renten Euro Welt" ist fast die Hälfte aller Green-Bond-Fonds erfasst. Diese Portfolios erzielten im Jahr 2020 eine durchschnittliche Wertentwicklung von plus 4,03 Prozent, die Top-Performer lagen aber noch deutlich darüber. Die durchschnittliche Performance der gesamten Vergleichsgruppe lag nur bei plus 2,62 Prozent.

Die fünf Top-Performer 2020 unter den Green-Bonds-Fonds


Sieben neue Green-Bond-Fonds im vergangenen Jahr
Insgesamt haben Investmentgesellschaften im vergangenen Jahr sieben neue Green-Bond-Fonds aufgelegt und zum Vertrieb zugelassen. Alle Neuzugänge sind aktiv gemanagt. Die Anzahl neuer Fonds ist damit ungefähr so hoch wie in den Vorjahren: 2019 wurden für deutsche Anleger acht Green-Bond-Fonds zugelassen. Stärkstes Jahr bleibt 2017 mit elf neu aufgelegten oder umgewidmeten Fonds.

Die 2020 neu aufgelegten Green-Bond-Fonds im Überblick

Die neuen Produkte von Robeco SAM, Mainsky und Bantleon investieren hauptsächlich in Euro-denominierte Anleihen globaler Emittenten und sind damit der Scope-Peergroup  "Renten Euro Welt" zugeordnet. Die Fonds von Rothschild Asset Management, Evli Fund Management sowie NN Investment Partners konzentrieren sich auf Unternehmensanleihen. Sie fallen damit in die Scope-Peergroup "Renten Euro Corporates Investment Grade". Der Amundi Funds Emerging Markets Green Bond investiert in Papiere von Unternehmen in Schwellenländern und zählt damit zur Scope-Peergroup "Renten Emerging Markets Hard Currency". (jb)

 

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