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Nach “Sell in May and go away”: Lohnt sich die Rückkehr im September?

„Sell in May and go away“ kennt man, doch der zweite Teil des Spruches - „but remember to come back in September“ – ist weniger bekannt. Michael Blümke, Senior Portfolio Manager und Dr. Andrea Siviero, Investment Strategist bei Ethenea, analysieren, wie treffsicher die Börsenweisheit in 2022 ist.

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Michael Blümke, Senior Portfolio Manager bei Ethenea Independent Investors
© Ethenea

„Auch wenn wir im Mai zu Recht vor einer Pauschalisierung dieser Aussage gewarnt haben, wäre ein Befolgen dieses Ratschlags in diesem Jahr für das Anlegergemüt um einiges nervenschonender gewesen“, sagt Michael Blümke, Senior Portfolio Manager bei Ethenea Independent Investors. Kaum ein Aktienindex hätte mit Beginn des Septembers über dem Kursniveau von Ende April gestanden. Darüber hinaus hätten Investoren in der Zwischenzeit eine wahre Achterbahnfahrt erlebt. „Jedoch konnte in der Zwischenzeit – bedingt durch die hohe Volatilität – auch eine beachtliche Rallye sowohl bei Aktien als auch bei Anleihen beobachtet werden“, äußert sich Dr. Andrea Siviero, Investment Strategist bei Ethenea.

Gegenwind für Aktien und Anleihen 
Aber lohnt sich aktuell eine Rückkehr an die Aktienmärkte? Die Ära der sehr niedrigen und negativen Zinsen sei vorerst vorbei, so Blümke. Die Aktien- und Anleihenmärkte sind aktuell im Bärenmarkt, der makroökonomische Ausblick schwanke zwischen Stagflation und Rezession. Dr. Siviero sieht in der hohen Inflation ein globales Problem, und die Zentralbanken – mit Ausnahme von China und Japan – sind seiner Meinung nach fest entschlossen, ihre Politik so lange zu straffen, bis es ihnen gelingt, den Preisanstieg einzudämmen. Blümke ergänzt: „Die Markterwartungen, dass die Fed aufgrund eines Inflationshochs oder der Angst vor einer Rezession bald umschwenken würde, haben sich in Luft aufgelöst. Nicht nachlassender Inflationsdruck, ein weiterhin starker Arbeitsmarkt und die Rekordgewinnspannen der Unternehmen unterstützten die restriktive Haltung der Fed.“ In einem Szenario, in dem die Inflation so hoch ist wie seit zehn Jahren nicht mehr, sich das Wachstum verlangsamt und die Geldpolitik aggressiv gestrafft wird, sei das Risiko einer Rezession erheblich gestiegen. Es wäre daher nicht überraschend, wenn Aktien noch einmal in Richtung des Juni-Tiefs oder darunterfallen würden. 

Das Erreichen der Juni-Tiefs erscheint möglich
„Bei Ethenea haben wir uns bewusst entschlossen, bereits im Frühjahr einen vorsichtigeren Kurs einzuschlagen. Allerdings basierte unsere Entscheidung nicht auf einer Börsenweisheit, sondern auf unserer zum damaligen Zeitpunkt kritischen Markteinschätzung“, erläutert er. „So konnte es bisher gelingen, dieses sehr unsichere und schwierige Umfeld zu meistern und die Auswirkungen geopolitischer und wirtschaftlicher Schocks abzufedern.“ (kb)

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