Nach Kurssturz: Spekulanten steigen bei Zahlungsdienstleister ein
Der Zahlungsdienstleister PayPal ist nach einem Kursrückgang von rund 50 Prozent in das Visier von spekulativ orientierten Marktteilnehmern geraten. Aber auch ein Mitbewerber soll Interesse an einem Einstieg zeigen. Banken sollen erste Angebote prüfen.

Eckpunkte:
- PayPal im Visier von Käufern nach Kurssturz von fast 50 Prozent
- Rivale soll bereits Einstieg planen
- Analysten sehen "starke Unterbewertung"
PayPal zieht nach einem Kursrutsch, der nahezu die Hälfte des Börsenwerts ausgelöscht hat, Übernahmeinteresse potenzieller Käufer auf sich. Die Aktie kletterte auf die Nachricht hin in einer ersten Reaktion zeitweise um fast zehn Prozent. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.
Übernahme als Ganzes oder Filetierung?
Der im kalifornischen San Jose ansässige Zahlungsdienstleister habe angesichts unaufgeforderter Interessensbekundungen Gespräche mit Banken geführt, wie informierte Personen Bloomberg berichteten. Mindestens ein großer Rivale prüfe eine Übernahme des gesamten Unternehmens, während andere Interessenten lediglich an bestimmten Teilen von PayPal interessiert seien, hieß es.
Das Interesse befinde sich noch in einem frühen Stadium und müsse nicht zwangsläufig zu einer Transaktion führen, hieß es weiter.
Analystenerwartungen zuletzt verfehlt, Kurs gab nach
PayPal wurde Ende der 1990er-Jahre gegründet und war ein früher Vorreiter im digitalen Zahlungsverkehr. Inzwischen steckt das Unternehmen jedoch in einer Wachstumsflaute, da Kunden zunehmend auf alternative Zahlungsmethoden ausweichen. Gewinn und Umsatz im vierten Quartal verfehlten die Analystenschätzungen, wie aus den Geschäftszahlen hervorging.
"Stark unterbewertet"
Analysten von Mizuho Securities sagten, PayPal sei “angesichts der Tatsache, dass es eines von vier weltweit anerkannten Zahlungsnetzwerken ist, stark unterbewertet”. Das Unternehmen hat ein jährliches Transaktionsvolumen von fast zwei Billionen Dollar. (aa)
Paypal: Niedrige Kurse locken zum Einstieg
