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Muzinich über die kommenden Herausforderungen für Investoren

Institutionelle Investoren müssen in den kommenden Monaten drei Faktoren im Auge behalten: Inflation, die Auswirkungen der Fiskal- und Geldpolitik und neue Nachhaltigkeitsziele, ist einem aktuellen Marktkommentar von Muzinich zu entnehmen.

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© pressmaster / stock.adobe.com

Die kommenden Wochen und Monate werden für Renteninvestoren nicht leichter. Neben den laufenden Entwicklungen der Fiskal- und Geldpolitik kommen neue Herausforderungen betreffend eine immer höhere Inflation sowie zusätzlich das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen hinzu. Tatjana Greil-Castro und Michael McEachern, Portfolio Manager und Co-Head of Public Markets bei Muzinich legen dar, wie man gerade im Anleihenbereich durch dieses Marktumfeld navigieren kann.

Es wird spannend
Die gestiegene Inflation lasse sich laut Greil-Castro unter anderem auf Nachholeffekte nach dem pandemiebedingten Nachfrageeinbruch und unterbrochene Lieferketten zurückführen. Dabei bleibe es spannend, wie die Zentralbanken und Regierungen hier vorgehen werden. „Wir erwarten, dass die Debatte um Tapering, Zinssätze, Inflation und das allgemeine Wirtschaftswachstum weitergehen und zu Volatilität führen wird“, so die Muzinich-Expertin.

Ein Herunterfahren der fiskalpolitischen Maßnahmen sei laut McEachern jedoch nicht zu erwarten. „Der fiskalische Anreiz bleibt wahrscheinlich erhöht, teils auch aufgrund der zunehmenden Verpflichtungen im Kampf gegen den Klimawandel.“ Der Übergang zu einer Situation, in der der Netto-Emissionszuwachs Null beträgt, werde laut Greil-Castro die fiskalischen Anreize, die wirtschaftliche Transformation und die Schaffung von Arbeitsplätzen maßgeblich beeinflussen.

Wie stellt sich Muzinich in dieser Situation auf?
„Wir befinden uns jetzt in einem Umfeld steigender Zinsen, beeinflusst durch die Politik der Zentralbanken, und wachsender Inflationserwartungen“, stellt McEachern fest. „Deshalb konzentrieren wir uns auf Kreditmärkte mit mehr Spread und kürzerer Duration, wie beispielsweise US- und Schwellenländer-Hochzinsanleihen." „Im Investment Grade-Segment bevorzugen wir Anleihen mit einem BBB-Rating, bei denen wir glauben, dass wir durch eine Bottom-up-Kreditanalyse einen Mehrwert schaffen können“ ergänzt Greil-Castro.

Inflations- und Deflationsdruck gleichzeitig
Aus Sektorsicht setzt Muzinich auf sich erholende Branchen mit guten Aussichten, etwa Finanztitel, die von steigenden Zinsen und steileren Renditekurven profitieren werden. Ebenso gäbe es in zyklischen Sektoren Chancen. Es sei auch zu erwähnen, dass der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft ein weiterer Inflationsauslöser sein könnte. Daher besteht die Gefahr, dass es in einigen Branchen zu einer erhöhten Nachfrage und damit Inflationsdruck kommt, bei nachlassender Nachfrage in anderen Branchen wiederum zu einer Deflation.

„Es wird jedoch einige Zeit dauern, bis sich diese Veränderungen auswirken, wir befinden uns noch in einem sehr frühen Stadium“, merkt McEachern an. Aber genau hier könne aktives Management ansetzen, um sicherzustellen, dass die Investoren angemessen positioniert sind. (aa)

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