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Muzinich: Ampeln für Schwellenländeranleihen stehen auf Grün

Dabei befindet man sich mit Kurzläufern auf der sicheren Seite, betont Warren Hyland, Manager des Muzinich EmergingMarketsShortDuration Fund bei Muzinich & Co..

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Warren Hyland, Manager des Muzinich EmergingMarketsShortDuration Fund bei Muzinich & Co.

Seit Trumps Amtseintritt sind die Märkte auf der ganzen Welt sehr optimistisch. Hyland: "Wir befinden uns in einer Umbruchphase. Den Ausgangspunkt bildet dabei ein Umfeld, das eine recht deflationäre Erwartungshaltung aufweist – mit langsamem Wachstum, wenig Produktivität und sinkender Inflation. Nun werden die Akteure zunehmend optimistischer und kurbeln damit die Weltwirtschaft an. Dazu zählen auch eine steigende Inflation sowie sich stabilisierende und sogar weiter anziehende Rohstoffpreise. Die allgemeinen Marktausblicke deuten in diesem Jahr auf eine wachsende Weltwirtschaft."

Global-Wachstum, Inflation und Risikoereignisse: Angstfaktoren der Schwellenländer?

Gerade in Zeiten des Wandels von Deflation zu Inflation können Schwellenländer als Anlageklasse besonders profitieren., meint Hyland. "Dies liegt vor allem daran, dass die Schwellenländer genau das richtige Umfeld bieten, um in eine Reflationsstory zu investieren. Je mehr die Industrieländer eine reflationäre Wirtschaftspolitik verfolgen, desto schneller wachsen sie und investieren mehr Geld, was den Schwellenländern als globaler Hauptproduzent von Rohstoffen entgegenkommt."

Wo sind die Risikoereignisse für die Schwellenländer?

Hinzu kommt ein zweiter Punkt, der sonst immer zu den Sorgenfaktoren für Schwellenländer zählte. Dies sind mögliche Risikoereignisse, die sich negativ auf die Entwicklung der Schwellenmärkte auswirken könnten. Doch dieses Jahr scheint es, als ließen sich solche Ereignisse aktuell nicht finden. "Selbst der übliche Verdächtige China ist derzeit nicht auf dem Radar, da das Land im Herbst diesen Jahres den Ständigen Ausschuss des Politbüros wechseln wird und im Zuge dessen den Fokus auf die Stabilität des Landes legen möchte", weiß Hyland, "Natürlich sind viele Investoren weiterhin über die Entwicklung rund um Donald Trump und die noch ausstehenden Wahlen in UK und Deutschland besorgt. Allerdings werden die bestimmenden Ereignisse 2017 dieses Mal nicht aus den Schwellenländer kommen." 

Schwellenländer weisen extrem starke fundamentale Grundpfeiler auf

Neben den positiven makroökonomischen Voraussetzungen sehen auch die Fundamentaldaten der Schwellenländer attraktiv aus, meint man bei Muzinich & Co.. Konkret heißt das, dass die Schwellenländer nicht weiter nur die Kreditnehmer in der Welt sind, sondern jetzt tatsächlich zu den Netto-Kreditgebern zählen. Hyland: "Das Taper Tantrum 2013 war ein Warnschuss. Die damals zugrundeliegenden Bilanzen der Unternehmen und Länder waren in einer sehr schlechten Verfassung. Diese haben sich jedoch seither signifikant verbessert. Die Zinsen haben sich ins Positive bewegt, was die Unternehmen dazu veranlasste, ihr Kreditwachstum zu verlangsamen und zurückzufahren. Die aktuellen Bilanzen weisen Überschüsse auf, Inflation und Verschuldung sind unter Kontrolle."

Unternehmerfreundlichere Admininstrationen in Lateinamerika

Länder wie Brasilien und Argentinien haben darüber hinaus ihre populistischen Regierungen durch unternehmerfreundlichere Verwaltungen ersetzt. Sollten sich diese Regierungswechsel auszahlen, wäre auch eine Steigerung der Kreditratings der Länder möglich. Asien ist da schon deutlich weiter. Die Regierungen in Indien und Indonesien haben bereits neue Reformen angestoßen und umgesetzt, woraus jetzt zunehmend Wachstum ersichtlich wird. Auch Russland steht der Muzinich-Fondsmanager positiv gegenüber, nachdem die Ölpreise wieder steigen und das Land seinen Verschuldungsgrad aufgrund des zweijährigen Ausschlusses von den Kapitalmärkten eigenständig minimiert hat. In Summe verfügen die Schwellenländer jetzt über weitaus stärkere Grundlagen als noch vor einigen Jahren, ist man bei dem Asset Manager überzeugt. 

Donald Trump: Zünglein an der Waage?

Unter dem Strich sieht es dieses Jahr für die Schwellenländer sehr positiv aus. Hyland: "Es stellt sich nur noch die große Frage, wie wir den Faktor Trump in dieser Gleichung berücksichtigen müssen. Ist Donald Trump per se schlecht für die Schwellenländer? Die Antwort hierauf lautet: Nur, wenn er den angekündigten protektionistischen Wirtschaftskurs auch umsetzt. Doch das wäre nicht nur schlecht für die Schwellenländer, sondern für die komplette Welt. Und einen wirklichen Vorstoß an dieser politischen Front haben wir bis zum heutigen Zeitpunkt von ihm noch nicht gesehen."

Deregulierung im Banken- und Bürokratiebereich würde Emerging Markets helfen

Mit Nachdruck hingegen verfolgt Trumps Regierung eine Deregulierung im Banken und Bürokratiebereich, was wiederum positiv für die Schwellenländer wäre. Diese nehmen bei den US-Banken Kredite auf und stoßen so einen Dominoeffekt an. Durch die Kreditvergabe erzeugen die US-Banken Wachstum, was wiederum den Konsum von in Schwellenländern erzeugten Produkten fördert. Gleiches gilt für die angekündigten Steuersenkungen. Zudem plant Trump definitiv eine Erhöhung der Infrastrukturausgaben, für dessen Umsetzung er die Rohstoffe aus den Schwellenländern benötigt.

Mit Short Duration noch Geld verdienen 

!Allgemein sehen wir aktuell viele Ähnlichkeiten zu 2015 und auch die Unsicherheit bleibt weiterhin bestehen", führt Hyland aus, "Während diese 2015 vermehrt durch die Rohstoffpreise getrieben wurde, spielen 2017 Zinsen und geopolitische Aspekte die größere Rolle. Die Bewertungen sind zwar nicht gerade günstig, doch wir erwarten auch keine allzu große Anzahl an Ausfällen. Zudem begann das Jahr mit einem Bullenmarkt, von dem niemand weiß, wann er seinen Höhepunkt erreicht hat. Investoren auf der Suche nach einem sichereren Platz für ihr Geld sollten in solch einem unruhigen Umfeld besser am kurzen Ende des Marktes investieren. Sein Geld in Short Duration-Investments zu parken und abzuwarten, bis sich bessere Möglichkeiten ergeben, ist daher eine gute Wahl." (kb)

 

 

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