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Munich-Re-Gewinn halbiert: L.A.-Waldbrände kosten 1,1 Milliarden Euro

Bei der Munich Re hat sich der Gewinn im ersten Quartal fast halbiert angesichts der Belastungen durch die verheerenden Waldbrände in Los Angeles im Januar. Das wird ein guter Grund sein, bei der nächsten Ausschreibung der Rückversicherungskontrakte eine höhere Prämie zu fordern.

Joachim Wenning, Chef der Munich Re
Joachim Wenning, Chef der Munich Re© Andreas Pohlmann / Munich Re

Der Nettogewinn von Munich Re sank in den ersten drei Monaten von 2,12 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,09 Milliarden Euro, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht, aus der Bloomberg News zitiert. Gegenwärtig geht das Unternehmen von einem Gesamtschaden von rund 1,1 Milliarden Euro durch die Waldbrände in Los Angeles aus. Zuvor war der Schaden auf rund 1,2 Milliarden Euro geschätzt worden.

Keine Korrektur der Gewinnziels
An seinem Gewinnziel von sechs Milliarden Euro für das Gesamtjahr hält der Rückversicherer weiter fest — trotz der Belastungen durch die Ereignisse in Los Angeles. Diese hatte das Unternehmen zuvor als die erheblichsten Waldbrandschäden in der Geschichte der Versicherungsbranche bezeichnet. Die Waldbrände, die im Januar ganze Stadtviertel in der Region Los Angeles verwüsteten, gehörten zu den verheerendsten in der Geschichte Kaliforniens. Dutzende Menschen kamen ums Leben, Tausende Gebäude brannten nieder.

Diversifizierung des Geschäftsmodells
Munich-Re-Chef Joachim Wenning hat angekündigt, den Gewinn steigern zu wollen und arbeitet an einer Diversifizierung des Geschäftsmodells. Das Unternehmen hat im März die Übernahme des US-Versicherers Next Insurance vereinbart, wodurch sein Erstversicherer Ergo Zugang zum weltweit größten Versicherungsmarkt erhält. Wenning wird voraussichtlich im Dezember auf einem Investorentag eine neue Mehrjahresstrategie vorstellen. (kb)

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