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Morningstar: Nachhaltige Fonds leben länger und erfolgreicher

Noch immer haftet nachhaltigen Investments das Klischee an, dass dabei die Rendite auf der Strecke bleibt. Einer Untersuchung der Analysegesellschaft Morningstar zufolge stimmt eher das Gegenteil: "Grüne" Fonds schneiden besser ab als traditionelle – und werden zudem seltener dicht gemacht.

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© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Nachhaltige Fonds übertreffen meist ihre herkömmlichen Pendants. Zudem laufen sie deutlich seltener Gefahr, nach kurzer "Lebensdauer" geschlossen zu werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Fondsratinggesellschaft Morningstar. Demnach übertrafen auf Sicht von zehn Jahren im Schnitt fast 60 Prozent der grünen Fonds die klassische Konkurrenz. Über denselben Zeitraum überlebten zudem 72 Prozent der nachhaltigen Portfolios, während es bei den traditionellen nicht einmal 46 Prozent waren.

Für die Auswertung betrachteten Morningstar-Analysten fast 4.900 in Europa beheimatete aktive und passive Fonds, davon rechneten sie 745 dem Feld zu, das anhand von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung) investiert. Die Experten betrachteten nur Fonds als nachhaltig, die explizit einen entsprechenden Investmentansatz verfolgen. Portfolios, die lediglich vage Ausschlusskriterien aufgestellt haben, zählten sie nicht dazu. Die Untersuchung erfasst sieben Morningstar-Kategorien.

Meist die Nase vorn
In die Performance-Auswertung flossen auch die Ergebnisse von Fonds ein, die liquidiert oder verschmolzen wurden. Herkömmliche Portfolios, die in nachhaltige umgewidmet wurden, schlossen die Experten ab der Umstellung ein. Die Studie geht über ein, drei, fünf und zehn Jahre per Ende 2019 und betrachtet zudem das Abschneiden im Corona-Crash. Die Analysten schränken aber ein, dass über längere Zeiträume die Gruppe der ESG-Fonds recht klein ist. Die Ergebnisse sind also mit einer gewissen Vorsicht zu genießen.

Doch auch über kürzere Zeiträume liegen die nachhaltigen Fonds meist vor den herkömmlichen. Über ein, drei und fünf Jahre liegt die Erfolgsquote im Schnitt aller sieben Kategorien um die 65 Prozent. Nur bei einzelnen Kategorien und Zeiträumen übertrifft weniger als die Hälfte der ESG-Portfoliomanager die klassischen Kollegen. Das betrifft die Aktiengruppen "Global Large-Cap Growth" und "Global Emerging Markets" sowie die Kategorie Euro Unternehmensanleihen.

Auch bei grün gilt: Günstig ist gut
Auch über die Phase des Corona-Crahs schlugen sich die nachhaltigen Fonds besser als die herkömmlichen, zeigt die Morningstar-Untersuchung. Eine Ausnahme war auch hier die Kategorie "Global Large Cap Growth". Beim Blick auf die Kosten sehen die Analysten zudem die Ergebnisse früherer Studien bestätigt, wonach auch bei ESG-Fonds die Angebote mit den geringeren Kosten letztendlich die besseren Ergebnisse abliefern. (ert)

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