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Morgan Stanley will 100 Milliarden Euro Aktiva nach Frankfurt bringen

Morgan Stanley plant, als Folge des Brexits etwa 100 Milliarden Euro an Aktiva nach Frankfurt zu verlagern.

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© Vaceslav Romanov / stock.adobe.com

Frankfurt könnte einer der Profiteure des Brexit werden. So geht Morgan Stanley unterrichteten Kreisen zufolge davon aus, den größten Teil der Vermögenswerte im ersten Quartal des nächsten Jahres zu transferieren. Dann wird der Übergangszeitraum für den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union wahrscheinlich beendet sein. Die Gelder werden an die in Frankfurt ansässige Tochtergesellschaft Morgan Stanley Europe SE gehen, erklärten die mit der Angelegenheit vertrauten Personen gegenüber Bloomberg.

Morgan Stanley hat bereits Mitarbeiter aus London abgezogen und auf verschiedene EU-Standorte, darunter Madrid und Mailand, verteilt. Auch hat die Bank 2018 eine Handelsplattform in Paris gestartet. Derzeit beschäftigt Morgan Stanley etwa 350 Mitarbeiter in Frankfurt und die Tochtergesellschaft kam Ende 2019 auf Aktiva von 14 Milliarden Euro.

Auch verschiedene andere US-Banken wie JPMorgan Chase & Co. und Goldman Sachs Group wollen ihre EU-Aktivitäten verstärken. Denn durch den Brexit verlieren die in London ansässigen Zentralen der Banken das Recht, Kunden in der EU zu betreuen. Nicht-deutsche Geldinstitute werden der Bundesbank zufolge bis zum Jahresende 400 Milliarden Euro an Aktiva in das Land verlagern, mehr als doppelt so viel wie ihre gesamte Bilanzsumme dort. (aa)

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