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Morgan Stanley verleibt sich Eaton Vance für 7 Milliarden Dollar ein

Das ist dann die zweite große Akquisition für Morgan Stanleys Chief Executive Officer James Gorman in diesem Jahr, die die Investmentbank ein wenig weg von ihrem volatilen Stammgeschäft hin zum beständigeren Asset Management bringen soll.

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Morgan Stanley-CEO James Gorman: Seine Einkaufstour war erfolgreich.
© Bloomberg

Die Aktionäre von Eaton Vance sollen laut Bloomberg 56,50 US-Dollar je Aktie in Cash und Aktien erhalten, was einer 38-prozentigen Prämie gegenüber dem Schlusskurs vom Mittwoch entspricht. Der Markt glaubt allerdings an eine Nachbesserug oder hofft auf einen Bieterwettstreit, weil der Kurs der Eaton Vance-Aktie nach der Börseneröffnung um die 60 US-Dollar pendelt.

Transformierte Bank
Der CEO von Morgan Stanley ist zu einem der Top-Dealmaker an der Wall Street in den letzten drei Jahren aufgerückt, um durch Akquisitionen seine Bank zu transformieren. Nur Tage nach dem Abschluss des Erwerbs der E-Trade Financial Corporation stärkt Gorman nun den Asset Management-Bereich seines Hauses, der hinter jenem von Goldman Sachs in den letzten Jahren zurückgeblieben ist.

Gorman verbrachte eine Dekade damit, die Bank als einen der führenden Player im Wealth Management zu positionieren und sich damit vom volatilen Trading und Investment Banking wegzubewegen. Nach diesen signifikanten Käufen könne man so schnell keine weiteren Akquisitionen von Morgan Stanley mehr erwarten, in den nächsten Jahren gehe es darum, die Akquisitionen zu verdauen und zu absorbieren, so der CEO in einem kürzlich geführten Interview.  

Details
Die Aktionäre von Eaton Vance werden 28,25 US-Dollar je Aktie in Cash und dazu jeweils 0,5833 Aktien von Morgan Stanley erhalten. Nach vollzogener Akquisition wird Morgan Stanley insgesamt 1,2 Billionen US-Dollar verwalten und daraus mehr als fünf Milliarden US-Dollar Gewinn erzielen. Der Deal soll im zweiten Quartal 2021 abgeschlossen sein. 

Während viele Asset Manager unter dem Trend zu billigen passiven Produkten litten, konnte Eaton Vance sich auf Fixed Income- und individuell zusammengestellte Portfolios stützen und dabei konsistente Zuflüsse generieren. Dessen Paramteric Business betet ein direktes Indexing an, eine Mischung aus passivem und aktivem Investieren, das die Aufmerksamkeit der Investoren erlangte. 

Vermögensverwaltungsbranche unter Druck
Konsolidierungsdruck angesichts fallender Margen herrscht im Asset Management-Geschäft vor. So hat Nelson Peltzens Trian Fund Management Anteile an Invesco und Janus Henderson erworben, um als aktivistischer Investor Zusammenschlüsse anzustoßen. (kb)

 

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