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Moody’s: BayernLB auf Krise besser vorbereitet als Helaba und LBBW

Die Ratingagentur Moody’s hält die BayernLB unter den großen Landesbanken am widerstandsfähigsten. Sie begründet dies in einer am Dienstag veröffentlichten Studie mit stärkeren Kapitalpuffern und der Tochter DKB, über deren Verkauf sein Jahren spekuliert wird.

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Markus Wiegelmann, Finanzvorstand der BayernLB
© BayernLB

Laut Moody’s stehen BayernLB, LBBW und Helaba vor einem Winter, in dem Kunden wegen hoher Energiepreise unter steigenden Druck geraten dürften. Die Ratingagentur erwartet, dass alle drei Institute die Krise meistern werden. Die BayernLB sei allerdings im Vorteil. 

Banken reichten viele Kredite an energieintensive Firmen und Immobilienrkedite aus
Der starke Fokus der Banken auf energieintensive Industrien sowie volatile Immobilienfinanzierungen berge grundsätzlich Risiken, schrieb Moody’s. Ordentliches Risikomanagement und konservative Kreditvergabe verringerten aber die Gefahren. Zudem dürften Hilfsmaßnahmen des Staates für Energiefirmen die Kreditverluste begrenzen, hieß es.

Starke Kapitalpuffer bieten Schutz
Alle drei Landesbanken seien hier sehr solide aufgestellt, jedoch führe die BayernLB die Gruppe mit deutlichem Abstand an. Die Ratingagentur erwartet, dass das Kapital der Banken weiter ordentlich bleiben werde - trotz der Aussicht auf mehr risikogewichtete Aktiva, etwa wegen der schwächeren Konjunktur.

Laut der jeweils zuletzt veröffentlichten Zahlen kommt die BayernLB auf eine CET1-Quote von 16,1 Prozent. Bei Helaba und LBBW lagen die Werte jeweils bei unter 14 Prozent.

Bescheidene Rentabilität im Sektor
Besserungen seien kurzfristig nicht in Sicht, so Moody's. Die BayernLB werde aber von ihrer Retail-Tochter DKB profitieren, da diese einlagenfinanziert sei und Einlagen im Zuge steigender Marktzinsen billiger als die Marktfinanzierung würden, so die Ratingagentur. Die beträchtlichen Privatkunden-Einlagen dürften der BayernLB helfen, eine “überragende Liquidität und stabile Finanzierungsquoten” zu erreichen.

DKB als Verkaufskandidat?
Seit Jahren wird über einen möglichen Verkauf der DKB spekuliert. Im vergangenen Jahr hatte die BayernLB damit begonnen, die DKB stärker auf eigene Füße zu stellen. So kündigte sie die Patronatserklärung und beendete den Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Zudem dockte sie die DKB bei der Einlagensicherung der privaten Banken an, statt bei dem System der Sparkassen. All das dürfte einen Verkauf an einen externen Investor einfacher machen.

BayernLB verneinte stets derartige Ambitionen
“Die DKB sehen wir weiterhin als integralen Bestandteil der BayernLB”, sagte erst vor wenigen Tagen Finanzvorstand Markus Wiegelmann in einem Interview mit Bloomberg. “Durch das Privatkundengeschäft der DKB profitiert der BayernLB-Konzern auch von der Renaissance der Kundeneinlagen.” (kb)

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