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Mögliche KI-Blase: Warum AGIs Aktienchef gelassen bleibt

Der CIO Equity beim Asset-Manager Allianz Global Investors (AGI), Michael Heldmann, kann keine KI-Blase ausmachen und weist auf große Unterschiede zur Ära der Tech-Bubble Ende der 1990er-Jahre hin.

Michael Heldmann, Allianz Global Investors
Michael Heldmann, Allianz Global Investors© Allianz Global Investors

Am Markt gibt es keine Blase rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) - zu dieser Einschätzung kommt Michael Heldmann, CIO Equity beim Asset-Manager Allianz Global Investors (AGI). Die derzeitige Situation sei nicht mit der Dotcom-Blase zu vergleichen. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

"Nichts Systemisches"
“Ich glaube nicht, dass wir uns in einer KI-Blase befinden”, sagte er am Dienstag bei einer Veranstaltung seines Unternehmens. Möglich seien höchstens “kleinere, einzelne Events, einzelne Firmen, wo durchaus dann mal ein Kurzschluss passieren kann, aber nichts Systemisches im Endeffekt.”

Mit dem anhaltenden KI-Boom hatten sich zuletzt auch die Warnungen vor einer spekulativen Blase gemehrt. Dabei wurden mitunter auch Parallelen zum Dotcom-Hype der späten 1990er Jahre gezogen, der in einem massiven Crash und in zahlreichen Firmenpleiten gipfelte.

This time it is different...
“Wenn man es mit anderen Blasen der Vergangenheit vergleicht, beispielsweise der Dotcom-Bubble und so weiter, dann ist die Situation doch massiv anders”, erklärte Heldmann. “Die Firmen, die daran beteiligt sind, sind in einem viel besseren Zustand.” Sie würden über “sehr stabile” Bilanzen verfügen und sich beispielsweise aus dem eigenen Cashflow finanzieren.

Fakt ist laut Bloomberg: Tech-Konzerne investieren hunderte Milliarden Dollar in Chips und Rechenzentren – nicht nur wegen der steigenden Nachfrage nach Chatbots, sondern auch in der Hoffnung, Prozesse zunehmend von Menschen auf Maschinen verlagern zu können. Wohl noch nie zuvor wurde so viel Geld so schnell für eine Technologie ausgegeben, deren vermeintlich gewinnbringendes Geschäftsmodell noch nicht vollständig erprobt ist.

Wie viel Unsicherheit zuletzt im Markt war, hat in den vergangenen Wochen immer wieder die Aktie von Nvidia gezeigt, einem zentralen Chiphersteller für das KI-Zeitalter. Am Dienstag stand der Titel im US-Handel mit einem Kursabschlag von bis zu rund sieben Prozent stark unter Druck.

Platzen einer Blase hätte breite Auswirkungen
Wenn aber über das Platzen einer Blase geredet werde, dann muss Heldmann zufolge eigentlich davon ausgegangen werden, dass es unter anderem breite Auswirkungen “auf gesamte globale Volkswirtschaften” gebe. Doch das könne man “im Moment nicht wirklich sehen”, sagte der Experte. (aa)

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