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M.M.Warburg: Italien droht ein neues Griechenland zu werden

Italien steckt nach Ansicht der Volkswirte von M.M.Warburg in einer Abwärtsspirale aus hohen Schulden und einer wirtschaftlichen Krise, aus der es so gut wie kein Entrinnen gibt. Hilfsgelder aus der EU seien unumgänglich.

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Die Hamburger Privatbank M.M. Warburg  warnt eindringlich vor der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Italien. Das Land befinde sich mit einer Schuldenquote von 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bei einem anhaltend geringen Wachstum von nur etwa zwei Prozent in einer existenziell bedrohlichen Lage.

"Geht die neue italienische Regierung auf Konfrontationskurs zur EU, droht Italien dasselbe Schicksal wie Griechenland im Jahr 2015", heißt es in einer aktuellen Konjunkturanalyse von M.M.Warburg. Damals hatte Griechenland den Zugang zu neuen Geldern am Kapitalmarkt komplett eingebüßt. Verliert Italien sein "Investment Grade"-Rating, könnte die EZB die Staatsanleihen im Rahmen des QE-Programms nicht mehr kaufen, heißt es bei M.M.Warburg.

Teure Wahlversprechen könnten den Staatshaushalt endgültig ruinieren
Die politische Situation sei auch deshalb brisant, weil Links- und Rechtspopulisten so viele Wahlversprechen gemacht hätten, dass diese, sollten sie umgesetzt würden, Italien auf dem Weg brächten, Japan als Nation mit der höchsten Staatsschuldenquote (2017: 240 Prozent) abzulösen.

Bei einem Defizit von sieben Prozent und einem unveränderten Wachstum von zwei Prozent würde die Schuldenquote in Richtung 350 Prozent ansteigen, prognostizieren die Ökonomen. "Eine solche Entwicklung ließe sich nur dann verhindern, wenn sich das Wachstum in Italien in den nächsten Jahren auf mehr als fünf Prozent beschleunigen würde." Und das wiederum sei unrealistisch. Das Fazit der Autoren: Ohne einen partiellen Schuldenerlass und/oder die Inanspruchnahme von Mitteln aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM werde sich das Italien-Thema kaum lösen lassen.

Investoren sollten europäische Banktitel meiden
Anleger seien in diesem Umfeld gut beraten, die Quote für europäische Aktien etwas zu reduzieren, bis mehr Klarheit herrscht. Insbesondere Banken und Versicherungen sollten im Moment untergewichtet werden, rät M.M.Warburg. (fp)

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