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M.M.Warburg: Inflation könnte wieder "brennendes" Problem werden

Totgesagte leben manchmal tatsächlich länger als gedacht, warnt die Privatbank M.M. Warburg. Die Inflation könne jederzeit aus dem Nichts wieder entflammt werden – mit unabsehbaren Folgen.

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© noskaphoto / stock.adobe.com

Die Inflationsrate ist seit Anfang der 1990er-Jahre weltweit im Trend zurückgegangen und hat sich auch in den vergangenen Jahren nicht nennenswert erhöht – trotz guter BIP-Wachstumsraten und einer extrem expansiven Geldpolitik. Für eine Entwarnung ist es aber zu früh, erklärt die Privatbank M.M. Warburg: Die Inflation könne durchaus wie aus dem Nichts wieder ansteigen. "Ob die Inflation dann gleich zum Monster wird, sei dahingestellt – Fakt ist aber, dass Totgesagte manchmal doch länger leben als gedacht", heißt es dazu.

Das heutige Standardmodell zur Errechnung der Inflationsrate arbeitet mit dem Konzept der sogenannten NAIRU (non-accelerating inflation rate of unemployment). Die NAIRU ist die Arbeitslosenquote, bei der die Inflation stabil bleibt – und zwar unabhängig von ihrem Niveau. Das Konzept unterstellt also, dass die Inflationsrate dauerhaft steigen kann, wenn die Arbeitslosenquote unterhalb der gleichgewichtigen NAIRU liegt.

Inflation in den USA könnte steigen
Viele Investoren und Analysten halten das NAIRU-Konzept für überholt und plädieren dafür, es in die Mottenkiste zu verbannen. Die M.M.-Warburg-Strategen lehnen das ab, zumal nach dem NAIRU-Konzept zumindest in den USA alle Zeichen auf Inflationsanstieg stehen. Denn dort brummt der Arbeitsmarkt so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump könnten ihr Übriges tun. Es gilt also, wachsam zu bleiben. (fp/aa)

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