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M.M.Warburg: Amerikas Börsenrally steht auf dünnem Eis

Obwohl sich die Wolken am Konjunkturhimmel verdunkeln, kennt der S&P-500 nur eine Richtung: nach oben. Das könnte sich bald ändern, fürchten die Analysten von M.M.Warburg.

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© Gary / stock.adobe.com

Nur wenige Ereignisse können die Märkte so blind machen, wie die Aussicht auf eine noch expansivere Geldpolitik. Die jüngsten Ankündigungen der US-Notenbank Fed haben dazu geführt, dass Anleger alle dunklen Wolken am konjunkturellen und geopolitischen Horizont ignoriert haben: Der tonangebende S&P 500-Index ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um rund 18,5 Prozent gestiegen.

Doch eine Fortsetzung der Rally ist ungewiss. "Gerade in den USA ist die Herkunft dieser Performance nicht in der Marktbreite zu suchen, sondern den Indexschwergewichten zuzuschreiben", heißt es im aktuellen Marktbericht von M.M.Warburg.

In der Vergangenheit seien dies meistens etablierte, "langweilige" Unternehmen gewesen. Heute dominieren mit den sogenannten FAANGM-Aktien Unternehmen wie Facebook, Apple oder Amazon das Bild. Die größten fünf der 500 Positionen im S&P-500 machen aktuell mehr als 15 Prozent des Gesamtindex aus – ein gewaltiges Gewicht, das laut M.M.Warbug starke Parallelen zu einem anderen historischen Ereignis aufweist: Kurz vor dem Platzen der sogenannten Dotcom-Blase war die Indexkonzentration ähnlich hoch.

Gutes Händchen derzeit schwierig zu zeigen
Ein hohes Klumpenrisiko muss nicht zwangsläufig in einer Krise enden. Auch bei der Dotcom-Blase waren es am Ende nicht einzelne Unternehmen, die die Kapitalmärkte in den Abgrund rissen. Der massive Kurseinbruch folgte vielmehr auf einer breiten Basis, heißt es in der Untersuchung. Gleichwohl stellt die Konstellation aktive Manager und faktorbasierte quantitative Ansätze vor Probleme. "Es ist für sie derzeit nahezu unmöglich, den S&P 500 zu schlagen", schreiben die Analysten.

Der Grund: Sowohl Stock Picker als auch quantitative Faktoransätze versuchen, die vielversprechendsten Unternehmen zu selektieren. Die gewünschten Eigenschaften – hohe Qualität, niedrige Volatilität, geringe Bewertung – schließen Unternehmen wie Facebook oder Amazon aber de facto aus. "Keinem aktiven Fondsmanager würde ad-hoc ein Grund für den Kauf einer FAANGM-Aktie einfallen", so die Analysten. Auch würde kein qualitativer Filter diese Aktien selektieren. Potentzelle Gewinne blieben so auf der Strecke. (fp)

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