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M.M. Warburg zu Bonds: "Wenn etwas richtig schiefläuft ..."

In einer ungewöhnlich düsteren Prognose stetzt sich Warburg-CIO Christian Jasperneite mit dem Rentenmarkt auseinander. Die Analyse ist schonungslos, könnte Investoren aber dabei helfen, sich auf drohendes Ungemach einzustellen und allfällige Kontaminierungseffekte zu berücksichtigen.

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Neben den globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten gibt für Jasperneite auch drastische Probleme die direkt vor unserer eigenen Haustür für derartige Marktspannungen sorgen – dabei geht es vornehmlich "um die Entwicklung, die Italien seit einiger Zeit nimmt. Die italienische Regierung distanziert sich zumindest verbal mehr und mehr von sämtlichen Regeln und Vereinbarungen, die die italienische Haushaltspolitik betreffen. Zwar gilt schon seit vielen Jahren, dass insbesondere in Italien nichts so heiß gegessen wird, wie es zuvor gekocht wurde. Auf der anderen Seite sind die Aussagen bei Lichte betrachtet alles andere als harmlos. Was ist von einer Regierung zu halten, die ohne Sinn und Verstand Steuern senken will, ohne sich um die resultierende Nettoneuverschuldung zu scheren? Und was ist davon zu halten, wenn von der EZB ernsthaft gefordert wird, sie möge doch für italienische Staatsschulden eine explizite Garantie aussprechen?", fragt Jasperneite  

Verstört abwenden
Für den M.M Warburs CIO ist es also "kein Wunder, dass sich Investoren mit Grauen von italienischen Anleihen abwenden und den sicheren Hafen suchen, indem sie stattdessen deutsche Anleihen kaufen. Spätestens hier stellt sich die Frage, wie lange der Verfall von Renditen noch anhalten kann, bevor mit einer Korrektur zu rechnen ist. Stellt man die Veränderungen der Rendite in Standardabweichungen dar, ist die Antwort eindeutig: Der aktuelle Rückgang ist historisch nicht einmalig; es gibt durchaus noch Potenzial für weitere Rückgänge. Diese Interpretation hat etwas sehr beunruhigendes, denn weiter fallende Renditen auf einem ohnehin schon rekordniedrigen Niveau ergeben nur Sinn, wenn etwas so richtig schief läuft, und man als Investor fast um jeden Preis den sicheren Hafen sucht."

Kontaminierung
Das wiederum könnte laut Jasperneite – so paradox das klingen mag – sogar den Aktienmarkt stützen, obwohl sich die Nachrichtenlage eingetrübt hat. "Die Welt ist wirklich kompliziert geworden", meint der Marktexperte abschließend – und einigermaßen perplex.
© m.m warburg

"Seit Jahrzehnten gibt es unter Investoren einen emotional geführten Streit über die Frage, ob der Aktien- oder der Rentenmarkt effizienter sei, wenn es um die Verarbeitung von Information geht. Wir tendieren eher zu dem Lager, das die höhere Informationsverarbeitungseffizienz auf der Rentenseite verortet. Sollte diese Sichtweise auch in der aktuellen Marktphase die korrekte Perspektive sein, hätten wir allerdings ein Problem", schreibt M.M Warburg-CIO Christian Jasperneite in seiner jüngsten Markteinschätzung.

Tatsächlich zeigt sich der Top-Manager im Bezug auf den Markt hoch besorgt. Aus welchen Gründen das so ist, was möglicherweise renditetechnisch noch auf die Marktteilnehmer zukommt, und welche paradoxe Kontaminierungseffekte möglicherweise noch ins Haus stehen, haben wir in der oben angeführten Bildgalerie zusammengefasst – bitte entweder hier oder ins oben angeführte Bild klicken.(hw)

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