Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

M.M. Warburg: Es wird noch nachgelegt

Hohe Erwartungen an die großen Notenbanken werden wahrscheinlich zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Wie sich das auf die Märkte 2021 im Anleihen, Währungs- und Zinsbereich auswirkt, hat M.M. Warburg in einem aktuellen Ausblick zusammengefasst.

Vergrößern
mm3.jpg
Etwas besser sieht es aus Sicht von M.M. Warburg "für Anleger bei Unternehmensanleihen aus, wenngleich sich die Kreditaufschläge für Anleihen mit Investmentgrade-Rating stark eingeengt haben und die Renditen bereits unter den Jahresanfangsständen liegen. Da die EZB auch Unternehmensanleihen kauft, ist zwar noch ein wenig Spielraum für weitere Renditerückgänge vorhanden, allerdings sind die absoluten Tiefststände aus der Zeit vor der Lehmann-Krise nicht mehr allzu weit entfernt. Zudem werden mit zunehmendem Renditerückgang die absolut erzielbaren laufenden Erträge (Kupons) immer geringer, womit die Attraktivität für Privatkunden abnimmt." 

Unternehmensanleihen genau unterscheiden
Daher werden die M.M. Warburg-Strategen "zwar weiter Unternehmensanleihen mit Investmentgrade gegenüber Staatsanleihen übergewichten, aber das absolute Gewicht in unserer Allokation nicht weiter erhöhen, da wir das Performancepotenzial bei Unternehmensanleihen im nächsten Jahr nur auf gut ein Prozent veranschlagen." 

Neues Szenario 2021
Dabei "dürfte es anders als in diesem Jahr so sein, dass die schlechteren Ratings die bessere Wertentwicklung aufweisen. Allerdings sind wir für Anleihen von Finanzinstituten (Financials) nicht sonderlich positiv gestimmt, da nach Ende der COVID- 19-Schuldenmoratorien ein Anstieg der Kreditausfälle wahrscheinlich ist. 50 Prozent der gestundeten Kredite waren bereits vor September fällig, 85 Prozent vor Dezember 2020. Auch wenn die Moratorien sehr wahrscheinlich verlängert werden, sollte sich dies nach unserer Einschätzung negativ auf die Performance von Banken-Anleihen auswirken, die wir daher in unserer Allokation untergewichten."
© M.M.Warburg

Das Jahr 2020 war bekanntlich nichts für schwache Nerven. Die Aktienmärkte waren von historischen Tagesschwankungen und Turbulenzen geprägt, weniger risikoreiche Anlageklassen sind entsprechende nachgefragt, selbst wenn diese erhöhte Sicherheit vielleicht auch nur eine vermeintliche ist.

Vor diesem Hintergrund hat das Investmenthaus M.M. Warburg für das Jahr einen Ausblick auf Zinsen, Anleihen und Währungen im nächsten abgeliefert. Die Prognose geht als Voraussetzung davon aus, dass "es dank der voraussichtlichen Verfügbarkeit einiger Impfstoffe und einer nachhaltigen konjunkturellen Erholung an den Kapitalmärkten im nächsten Jahr weit weniger dramatisch zugehen sollte, aber die expansive Geldpolitik der Notenbanken und damit einhergehend das niedrige Zinsniveau werden bleiben."

Wie die M.M. Warburg-Szenarien für Staats- und Unternehmensanleihen, Inflation, Zinsen und Währungen im Detail aussehen, haben wir auszugsweise  in der oben angeführten Bildstrecke zusammengefasst. Zum Weiterlesen einfach in das Bild oben oder hier klicken. (hw)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren