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M.M. Warburg entwickelt neue Index-Wunderwaffe

Das Fondshaus rät zu einer breiten Sichtweise und entwirft anhand eines diversifizierten Kennzahlen-Mix einen neuen Index, womit sich der Zusammenhang zwischen Konjunktur und Aktienmarkt auf neue Weise darstellt und Aufschluss über Überhitzung oder Nicht-Überhitzung liefern soll.

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Die Informationen, die in Cash Flow, Gewinn pro Aktie, Eigenkapitalrendite, Umsätze, Buchwert, Dividende, EBIT, EBITDA, Nettoeinkommen und Vorsteuergewinn stecken wurden auf "Indexebene zu einem wirtschaftlichen Aktivitätsindex für ganze Volkswirtschaften verdichtet. In Europa ist dieser Index beispielsweise seit 2016 deutlich angestiegen, um dann im Laufe der Jahre 2018 und 2019 etwas abzuflachen, bevor dann Corona-bedingt der große Abriss stattfand.

Anhand dieses Index ließe sich argumentieren, dass die wirtschaftliche Aktivität der großen börsennotierten Unternehmen in etwa auf das Niveau des Jahres 2016 zurückgefallen ist. Aber während das Aktivitätsniveau noch keinen unteren Wendepunkt gefunden zu haben scheint, hat der Aktienmarkt einen Teil seiner Verluste schon wieder aufgeholt", heißt es im Flash Report.
© m.m. warburg

In den letzten Wochen ist viel über die Entkopplung der Märkte von der realen Wirtschaft geschrieben worden. "Dabei geht es" laut dem aktuellen Flash Report von  M.M. Warburg "in erster Linie um die Tatsache, dass viele Aktienmärkte in der Nähe ihrer Allzeithochs notieren, während die Wertschöpfung oder die Industrieproduktion von Volkswirtschaften gerade den größten Absturz seit vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten erleben die positiven Effekte der expansiven Geld- und Fiskalpolitik nicht endlos fortsetzen werden – dazu müsste die Geld- und Fiskalpolitik immer aufs Neue mit noch expansiveren Maßnahmen überraschen, was eine unrealistische Annahme wäre. Auch die jungen und risikofreudigen Privatanleger verfügen nicht über unendliche Budgets, um den Markt dauerhaft anheizen zu können. Über kurz oder lang wird der Zeitpunkt kommen, an dem sich Märkte doch wieder eher den Fundamentaldaten zuwenden werden. Doch welche Daten muss man im Blick haben?"

Keine Zaubervariable
Leider, so die Analyse weiter, "liefern die Lehrbücher hier keine eindeutige Antwort, tatsächlich geraten immer auch wieder neue Daten in den Fokus. Das spricht dafür, nicht an singulären Erklärungsfaktoren festzuhalten, sondern eine breitere Basis an Erklärungsfaktoren zu verwenden. Auf der Ebene einzelner Aktien oder auch ganzer Märkte verwendet man standardmäßig die Gewinne, um Aussagen zu einer möglichen Fehlbewertung und damit zur realwirtschaftlichen Entkopplung treffen zu können. Allerdings ist dieses Maß "zuweilen ein recht ungenaues und oft auch ein zu volatiles Maß für die wirtschaftliche Aktivität, die sich in Unternehmen entfaltet und in Aktienkursen ihren Niederschlag finden sollte."

Die Erklärfaktoren
Aus diesem Grund hat M.M. Warburg "eine Art 'Aktivitätsindex' für Unternehmen entwickelt, der auf mehr als nur einer einzigen Kennzahl beruht und ein umfassenderes Bild über die Entwicklung von Unternehmen liefert: Cash Flow, Gewinn pro Aktie, Eigenkapitalrendite, Umsätze, Buchwert, Dividende, EBIT, EBITDA, Nettoeinkommen und Vorsteuergewinn. Alle diese Kennzahlen haben wir so standardisiert, dass sie zu einem Aktivitätsindex für eine einzelne Aktie zusammengefasst werden können. Der Verlauf dieser Kennzahl ist gegenüber einer singulären und klassischen Gewinnbetrachtung auf Basis der Gewinne pro Aktie deutlich geglätteter und damit weniger anfällig für Sondereffekte und temporäre Verwerfungen."

Wo auf der Welt es angesichts dieser neuen Mess-Technik zu Überbewertungen gekommen ist, haben wir im Rahme der oben angeführten Bildgalerie zusammengefasst. Bitte oben ins Bild, oder einfach hier klicken. (hw)

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