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Mike Hugman, Investec: “Sehen langfristige Strukturreformen positiv”

Für ein Emerging Markets Exposure sprechen gleich mehrere gute Gründe, wie einem aktuellen, “Institutional Money Online” exklusiv vorliegenden Marktkommentar zu entnehmen ist. Vor allem ein Blick nach Brasilien könnte sich für Investoren mit Weitblick lohnen.

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Mike Hugman, Investec: "Schwellenländer bieten aktuell eine attraktive Investitionsmöglichkeit."
© Investec

Laut Einschätzung von Investec-Asset-Management spielen Schwellenländer dieses Jahr eine besondere Rolle. Dies liegt aber nicht nur an politischen Ereignissen, die Länder wie Brasilien beeinflussen werden. Das Schwellenländeranleihenteam von Investec AM identifiziert vier Gründe, warum Schwellenländer gerade jetzt eine gute Investitionsmöglichkeit sind.

  • Zum einen befindet sich die Weltwirtschaft aktuell in einem synchronisierten Aufschwung. Derzeit ist ein Anstieg des globalen Handels bei den Rohstoffpreisen zu beobachten, der nach wahrscheinlich anhalten wird. Insbesondere in Schwellenländern ist der Konjunkturzyklus noch jung.
     
  • Zweitens sind viele Schwellenländer aktuell wirtschaftlich gesund. Seit dem Bärenmarkt, der dem Taper Tantrum von 2013 folgte, haben die politischen Entscheidungsträger der Schwellenländer eine nachhaltige wirtschaftliche Expansion betont, die den Wiederaufbau von Devisenreserven, die Neuausrichtung der Leistungsbilanz und die Verringerung der Haushaltsdefizite beinhaltet.
     
  • Drittens haben im Laufe der Jahre viele Schwellenländer die Negativeffekte eines übermäßigen Preisdrucks erlebt, der das Wirtschaftswachstum bremst und deshalb ausländische Direktinvestitionen abschreckt. Seit der Krise ist zu beobachten, dass sich die Haltung der Notenbankpolitiker geändert hat.
     
  • Viertens sind Schwellenländer aktuell attraktiv bewertet. Die jüngste Stärke des Euros sowie die Dollarschwäche hat dazu geführt, dass sich die Bewertungen trotz der relativen Aufwertung zum Greenback weitgehend seitwärts bewegt haben.

Blick nach Brasilien
Als konkretes Beispiel nennt Hugman Brasilien. Investec AM erwartet ein BIP-Wachstum von fast drei Prozent im Jahr 2018. „Insgesamt blicken wir positiv auf die Vermögenswerte in Brasilien.“

Diese Einschätzung beruht auf der Erwartung, dass bei der Wahl im Oktober 2018 ein Präsidentschaftskandidat aus der Mitte die Wahlen mit einer vernünftigen Wirtschaftspolitik gewinnen wird, einschließlich einer Reform der Sozialversicherung, um die derzeit besorgniserregende Haushaltslage zu stabilisieren. Angesichts der großen Verbesserungen bei Inflation und Leistungsbilanz ist das aktuell Brasiliens größte Schwäche. „Positiv sehen wir auch die langfristigen Strukturreformen zugunsten der Petrobras-Unternehmensanleihen, die das Kreditwachstum beleben und die Bankaktien stützen“, erklärt Hugman abschließend. (aa)

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