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Michael Hasenstab: Zwingt die Corona-Seuche die Märkte in die Knie?

Nun haben sich auch die Finanzmärkte angesteckt: Das Coronavirus hat die Kurse auf Talfahrt geschickt. Anleger sollten sich auf weitere Kurzfrist-Schocks vorbereiten, sagt Franklin-Templeton-Manager Michael Hasenstab.

Michael Hasenstab, Chief Investment Officer von Templeton Global Macro
Michael Hasenstab, Chief Investment Officer von Templeton Global Macro
© Axel Köster / Institutional Money

Das Wuhan-Coronavirus hat die Aktienmärkte erreicht. Mehrere wichtige Börsenindizes haben zuletzt deutlich verloren. Unter Finanzprofis breitet sich die Sorge aus, dass sich das Virus als berüchtigter "Schwarzer Schwan" erweisen könnte. Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht: "Die teils erheblichen Schwankungen bei verschiedenen Risikoanlagen sind eine deutliche Erinnerung daran, dass ein unerwartetes Ereignis jederzeit eintreten kann", meint Michael Hasenstab.

Zunächst dürften vor allem der Konsum- und der Reisesektor in China unter der Epidemie leiden, sagt der Star-Fondsmanager von Franklin Templeton. Er sieht auch Gefahren für die globale Konjunkturentwicklung. "Es gibt die Möglichkeit von Ansteckungseffekten auf die Weltwirtschaft durch Handelsunterbrechungen. Wir haben solche Ereignisse in der Vergangenheit erlebt und beobachtet, wie zum Beispiel bei SARS im Jahr 2003 und der Schweinegrippe im Jahr 2009", sagt Hasenstab.

Bislang weist das Wuhan-Coronavirus nicht die hohe Übertragungs- und Todesrate von SARS auf. Die Situation könnte sich aber weiter verschlimmern, befürchtet Hasenstab. Das hätte auch gravierende Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Selbst wenn sich die Langzeitfolgen eines Virusausbruchs für die Märkte in der Regel in Grenzen halten: Kurzfristig reagieren die Kurse sehr sensibel auf Epidemien, warnt der Starmanager, "allen voran überbewertete Anlageklassen".

Vorsicht bei hohen Bewertungen
Hasenstab bleibt angesichts der unsicheren Lage in Hab-Acht-Stellung. "Wir beobachten aufmerksam die Auswirkungen des Ausbruchs auf die globalen Finanzmärkte", sagt er. Die jüngsten Schwankungen bei Aktien und anderen Risikoanlagen sollten Anleger in Erinnerung rufen, dass eine sorgfältige Portfoliodiversifizierung wichtig ist, mahnt der Fondsmanager – vor allem, wenn die Märkte ohnehin schon hoch bewertet sind. (fp)


Franklin Templeton ist einer der vielen, namhaften Sponsoren des 13. Institutional Money Kongresses (25. bis 26. März 2020 im Wiesbadener Congress Center). EMD-Experte Nicholas Hardingham wird in einem Workshop der Frage nachgehen, was für Emerging Market Debt (EMD) spricht. Interessiert? Nähere Informationen sowie eine Anmeldemöglichkeit finden Sie nachfolgend.

 

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