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M&G: Drei Faktoren mit dem größten Einfluss auf die Rentenmärkte

Es ist die Zeit der Jahresausblicke – und für die Bondmärkte werden wohl (wieder) zahlreiche Kommentatoren das Platzen der Blase prognostizieren. M&G-Rentenchef Jim Leaviss sieht das anders...

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1. Demografie – die sparsamen Babyboomer
Die Generation der Babyboomer hat das Wirtschaftswachstum der Industrienationen entscheidend beeinflusst. In den 1970er Jahren waren die Boomer mit ihrer Ausbildung fertig und drängten auf den Arbeitsmarkt. Damit endete eine Zeit des Arbeitskräftemangels, die Gewerkschaften verloren Mitglieder und damit ihre Macht, und die Lohninflation ging zurück. Weil die Bevölkerung mehrheitlich jung und gesund war, gab es relativ wenig Druck auf den Sozialstaat – etwa durch hohe Rentenbelastungen oder Pflegekosten für ältere und bedürftige Menschen. Die Boomer arbeiteten viel, verdienten gut und konnten dementsprechend viel Geld sparen und Vermögen bilden. Damit stieg die Nachfrage nach sicheren Anlagen und jetzt, wo die meisten von ihnen im Ruhestand leben, legen sie weiterhin Wert auf regelmäßige Erträge. All das führt zu einer erhöhten Nachfrage nach Anleihen und drückt auf die Renditen.
© M&G Investments

"Vielleicht haben die 'Bondbären' ja in diesem Jahr recht, aber nach einer dreißigjährigen Phase von Verkaufsempfehlungen für Anleihen halte ich die Treffersicherheit ihrer Prognosen für fraglich", meint Jim Leaviss, Head of Fixed Interest für die Publikumsfonds von M&G. "Wer denkt, dass die Blase nun endlich platzt, muss auch glauben, dass alle starken Langzeittrends, die den Markt beeinflussen, mit einem Schlag enden. Andernfalls muss man wahrscheinlich warten, bis sich der Abwärtstrend von Renditen und Inflation endgültig dreht."

Leaviss glaubt demnach nicht, dass negative Realzinsen per se eine Fehlentwicklung darstellen. Seiner Ansicht nach werden sich – langfristig betrachtet – wahrscheinlich eher die überhöhten Renditen der 1980er-Jahre als Sonderfall herausstellen.

Welche großen Entwicklungen die Zinsmärkte nach Meinung des M&G-Rentenchefs auch weiter beeinflussen werden, finden Sie in unserer Fotostrecke oben. (mb)

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