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Metzler: Inflations-Warnzeichen im Osten

Die Inflation in Europa dürfte in den kommenden Monaten weiter steigen, erwartet Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management. Startpunkt der Entwicklung ist Zentralosteuropa, wo die Löhne bereits seit geraumer Zeit steigen.

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© Pictures4you / stock.adobe.com

Derzeit spricht vieles dafür, dass sich die Lohndynamik in Europa in den kommenden Monaten weiter beschleunigen wird, sagt Edgar Walk, Chefvolkswirt bei Metzler Asset Management. Damit werde ein Inflationsschub wahrscheinlicher. Die Gewinnmargen osteuropäischer Unternehmen seien zuletzt bereits erheblich gesunken, zum Beispiel in Polen. "Die Unternehmen werden sich kontinuierlich verschlechternde Gewinnmargen nicht mehr lange akzeptieren und früher oder später die Preise anheben", so Walk.

Damit werde ein Inflationsschub in Zentralosteuropa immer wahrscheinlicher. "Dieser dürfte sich mit einer geschätzten Verzögerung von sechs bis zwölf Monaten auf das restliche Europa übertragen", prognostiziert der Ökonom. Das Lohnniveau in Osteuropa ist ein Ankerpunkt für die Löhne in Gesamteuropa, weil viele westeuropäische Unternehmen ihre Produktion in den vergangenen Jahren nach Osteuropa verlagert haben.

Inflation in USA bereits am Hochpunkt
In den USA ist die Inflation schon weiter vorangeschritten als in Europa. Nächste Woche werden dort neue Inflationsdaten veröffentlicht. "Die Frühindikatoren sprechen dafür, dass die Zahlen im Rahmen der Erwartungen liegen dürften", sagt Walk. Die Inflationsrate würde demnach mit drei Prozent ihren voraussichtlichen Hochpunkt erreichen und in den kommenden Monaten dann wieder etwas fallen. Auch China und Japan werden in den nächsten Tagen neue Zahlen zur Preisentwicklung präsentieren. (fp)

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