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Merck Finck zu Gold: "Die jüngste Rally war erst der Anfang"

Die gute Entwicklung des Goldpreises ist keine Eintagsfliege, sagt Lars-Henning Müller von Merck Finck Privatbankiers. Der Markt stehe vor einer nachhaltigen Neubewertung.

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© Olivier Le Moal / stock.adobe.com

Der Goldpreis entwickelt sich seit Ende Mai positiv. Dabei handele es sich nicht um einen vorübergehenden Anstieg, sondern um einen anhaltenden Trend, ist Lars-Henning Müller, Leiter des Fondsbereichs bei Merck Finck Privatbankiers, überzeugt: "Die jüngste Rally war erst der Anfang." Der Goldmarkt stehe vor einer "nachhaltigen Neubewertung mit steigenden Preisen". Grund dafür sei vor allem die Wechselwirkung zwischen Realzinsen und Goldpreis.

Denn: Je geringer die Realzinsen, desto attraktiver ist es für Anleger, in Gold zu investieren. Angesichts wirtschaftspolitischer Unsicherheiten lockern die Notenbanken weltweit ihre Geldpolitik – was mit sinkenden Zinsen einhergeht. Dementsprechend sinnvoll ist es für Müller, nun auf Gold zu setzen. Dabei sollten Anleger nicht nur auf den Goldpreis in Verbindung mit dem US-Dollar schauen: "Gold hat in anderen Währungen seine historischen Höchststände bereits wieder erreicht oder sogar überschritten", sagt der Anlageexperte.

Investoren sollten günstige Einstiegsmöglichkeiten suchen
Die Meinung, dass die positive Entwicklung des Goldpreises bald ihren Zenit überschritten hat, teilt Müller nicht. Er empfiehlt Anlegern, vorübergehende Schwächen des Goldpreises zu nutzen, um günstig in den Markt einzusteigen. Denn schließlich stabilisiere Gold in Krisenzeiten das Portfolio – was laut Müller vor allem in den aktuell turbulenten Zeiten von Bedeutung ist. Er hält eine "Basisallokation von fünf bis zehn Prozent" für angemessen. (fp)

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