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Merck Finck: US-Bullen droht Warnschuss zwischen die Hörner

Selten war eine Berichtssaison so entscheidend wie die jetzt beginnende in den USA: Sollten sich die Erwartungen der Analysten erfüllen, könnte das den Höhenflug an den Märkten jäh beenden, fürchtet Merck-Finck-Chefstratege Robert Greil.

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© Alberto / stock.adobe.com

Es ist ein paradoxes Bild, das sich derzeit in den USA zeigt: Die jüngsten Konjunkturdaten enttäuschten und deuten auf eine weitere Abschwächung des US-Wachstums hin. Analysten rechnen mit sinkenden Gewinnen bei den Unternehmen. Gleichzeitig meldet die Wall Street Rekordniveaus und lässt die Bewertungen weiter in die Höhe schießen. Wie lange der Höhenflug noch so weiter geht, ist fraglich. "Selten war eine Quartalszahlensaison in den USA so wichtig wie die jetzt beginnende", sagt Robert Greil, Chefstratege bei Merck Finck.

Bewahrheitet sich der leicht rückläufige Gewinntrend, den die Analysten im Durchschnitt erwarten, wäre dies ein Warnschuss für die Bullen, sagt Greil. Der Anlageexperte ist zwar optimistisch, dass es – wenn überhaupt – eher zu positiven als negativen Ertragsüberraschungen kommt und die Ergebnisse in Summe leicht ansteigen. Doch auch dann seien "die Ausblicke der Firmen auf Basis der eingetrübten Konjunkturperspektive besonders wichtig, weil diese die Basis für noch weiter sinkende Gewinnerwartungen der Analysten sein könnten."

Auch in Europa wird es spannend
In dieser Woche werden vor allem US-Banken und Broker ihre Unternehmenszahlen veröffentlichen. Mit den Juni-Einzelhandelsumsätzen am Dienstag, diversen Immobilienmarktdaten bis Mittwoch sowie dem Michigan-Verbrauchervertrauen für Juli am Donnerstag stehen zudem auch wichtige Konjunkturdaten auf der Agenda.

Auch in der Eurozone wird es spannend: Am Dienstag werden die Handelsbilanz für Mai sowie die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen veröffentlicht. Am Mittwoch folgt dann die finale Juni-Inflationsrate für die gesamte Eurozone. (fp)

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