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Merck Finck erhöht Aktienquote

Vor dem Hintergrund besser Konjunkturdaten hat die Privatbank Merck Finck ihre Aktiengewichtung erhöht. Merck Fincks Anlagechef nennt für diesen Entscheidung auch andere Gründe.

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© Studio_East / stock.adobe.com

"Die Geschichte lehrt uns, dass sich nach Kriegen oder Pandemien die Wirtschaft stark erholt. Genau das erleben wir im Moment", schreibt Robin Beugels, Head of Investment Management bei Merck Finck, in der aktuellen Ausgabe des hauseigenen Publikation "Blitzlicht".

Dabei folgt der globale Aufschwung dem Muster der Pandemie: An der Spitze der Erholung stehen die USA, dicht gefolgt von Großbritannien, und auch in der EU kommen wir allmählich aus dem Krisenmodus heraus. Die aufgestaute Verbrauchernachfrage kommt – angekurbelt durch die Konjunkturprogramme – stärker als erwartet zum Tragen. Deshalb hat Merck Finck ihre Wachstumsprognosen erneut angehoben.

"Das ist nur einer der Gründe, warum wir Aktien weiterhin für attraktiver halten als Anleihen. Unser Engagement in globalen Aktien haben wir in allen Portfolios erhöht, wobei wir – dem Erholungszyklus folgend – derzeit US-amerikanische Titel und britische Small Caps übergewichten", ergänzt Beugels.

Hohe Bewertungen gerechtfertigt
Ein anderer Grund, warum Beugels die langfristigen Aussichten für die Aktienmärkte optimistisch einschätzt, ist die Profitabilität der Unternehmen. Sie rechtfertigt auch die teils hohen Bewertungen. Für das erste Quartal haben fast alle Unternehmen höhere Gewinne vermeldet als die Analysten erwartet hatten. Die Märkte haben in den zyklischeren Sektoren - vor allem im Finanzsektor - positiv reagiert, aber die starken Ergebnisse im Technologiesektor wurden nicht honoriert. Dies sei ein Zeichen dafür, dass der Markt vorerst im Rotationsmodus bleibt, da er sich von der Bewertung der Covid-Gewinner auf die Erholung der Covid-Verlierer verlagert.

Inflation ist nur ein temporäres Problem
Merck Fincks Prognosen für die US-Inflation wurden leicht erhöht. Den drastischen Preisschub – ausgelöst durch Versorgungsengpässe bei gleichzeitig wieder anziehender Nachfrage – hält Beugels allerdings für vorübergehend. "Insbesondere sehen wir keine Anzeichen dafür, dass die Löhne in die Höhe schnellen werden, was typischerweise mit einer längeren Phase höherer Inflation einhergeht. Deshalb gehen wir weiterhin davon aus, dass die Inflation im Laufe des Jahres wieder in Richtung des Zielwerts der US-Notenbank sinken wird", sagt Beugels.

Die Fed werde Beugels zufolge vermutlich die Zinsen für mindestens ein paar Jahre nicht anheben. Sie könnte jedoch ankündigen, dass sie ihr Programm zum Ankauf von Vermögenswerten auslaufen lassen wird - ein Prozess, der wahrscheinlich im Jahr 2022 beginnen wird. Beugels prognostiziert einen leichten Anstieg der Anleiherenditen, angeführt von den USA, eine leichte Versteilerung der Kurven sowie eine Aufwertung des US-Dollars und des britischen Pfunds gegenüber dem Euro.

"Dementsprechend bleiben wir in Anleihemärkten mit niedrigeren Renditen, wie EUR-Staatsanleihen, UK-Gilts und USD-Investment-Grade-Anleihen untergewichtet. Übergewichtet haben wir hingegen höherrentierliche Anleihen, mit einer Präferenz für den asiatischen High Yield Sektor, und Schwellenländer-Staatsanleihen in harter Währung", erklärt Beugels abschließend. (aa)

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